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Klaus Kamt
19. Januar 2013, 09:41
>Bei dem Depot handelte es sich um die MUNA in Münster (bei Dieburg). Auch später noch sorgten die Amerikaner für Irritationen, kippten doch hin und wieder ihre Raketentransporter mitsamt Atomwaffen in der sehr engen Kurve der kleinen Autobahnausfahrt in den Graben. Dann standen
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Johann Sigl
14. Januar 2013, 16:10
Umkehrschluß ...
Demnach war wohl Strauß den USA gegenüber mißtrauisch.
Mißtrauisch dahingehend, dass er nicht davon ausging, dass die USA, falls es zu einer massiven Konfrontation mit dem WP kommen sollte, sich bis auf das "Letzte" für Deutschland einsetzen würden.
Demnach wollte er wohl mit den Atomwaffen, falls es nötig sein sollte, selbst "handeln", bevor er sich auf die USA hätte verlassen müssen. Möglw. ging er gar davon aus, dass die Amis sich relativ schnell über den Kanal bzw. Atlantik verdrücken würden.
Nils Holstein
14. Januar 2013, 16:35
Das war vermutlich das A-Waffenlager Seidenroth-Alsberg im Wals des Spessarts.
Jan Cooner
14. Januar 2013, 16:41
Die Nuklear-Ambitionen von FJS waren das eigentliche Motiv für die Auslösung der Spiegel-Affäre.
Nils Holstein
14. Januar 2013, 17:05
Mit dem Fulda-Gap wird i.A. das Kinzigtal in Verbindung gebracht, die kürzeste Verbindung zwischen FFM und Fulda (101 km).
Neben Frankfurt waren hier US-Grßverbände ebenfalls in Hanau, Gelnhausen, Büdingen und Fulda stationiert.
In der Regel ein mehr oder weniger breites Tal zwischen Spessart und Vogelsberg, erschwert am östlichen Ende ein querender Höhenzug, der Landrücken mit dem Pass Distelrasen bei Gomfritz, den bequemen Durchmarsch. Dies wäre eine im Ernstfall eine bedeutende und leicht zu verteidigende Engstelle gewesen (und stellt bis heute ein verkehrstechnische Hürde dar). In dieser Region war daher auch eine Häufung von permanenten und provosorischen Munitionslagern, insbesondere in den Seitentälern wie das Siebmühlental zu finden; bei US-Manövern war der westliche Teil des Landrückens ein großes Heerlager mit zahlreichen taktischen Posten im Tal sowie aif den Hängen.
Alle Straßen, Brücken sowie auch wichtige Feld-, Wald- und Wiesenwege waren mit Walllmachereinrichtungen versehen (auffällige 3er-Kanaldeckel aus Beton).
Die Luftsicherung erfolgte auch durch die Bundeswehr durch FlaRak-Abteilungen u.a. in Marburg.
Thomas Schröter
14. Januar 2013, 17:31
Die Zweifel FJS's an der Zusage der Amerikaner Europa bei einem massiven Angriff gegen den Warschauer Pakt ernsthaft zu verteidigen hatte ja nicht nur Strauß sondern auch die übrigen Alliierten, die deshalb auch entsprechend unabhängige Atomwaffenentwicklungen betrieben.
Man fand ja später offensichtlich eine geschickte politische Lösung für das Sicherheitsbedürfnis, indem man sich mit den Franzosen auf die gemeinsame Entwicklung von Atomwaffen insbesondere Neutronenwaffen einigte, die natürlich auch an eine Verkürzung der Reaktionszeit interessiert waren.
Die USA warfen später Deutschland vor zu diesem Zweck FRM I + II betrieben und in diesem Zusammenhang die Atomwaffensperrvertrag unterlaufen zu haben. Die dadurch erlangten Kenntnisse waren allerdings nur schwer zu sichern und flossen teilweise in die Entwicklung u.a. der arabischen Bombe mit ein.
Christina Friedl
14. Januar 2013, 18:30
Bei dem Depot handelte es sich um die MUNA in Münster (bei Dieburg). Auch später noch sorgten die Amerikaner für Irritationen, kippten doch hin und wieder ihre Raketentransporter mitsamt Atomwaffen in der sehr engen Kurve der kleinen Autobahnausfahrt in den Graben. Dann standen zig Soldaten mit gezückten MPs um die Unfallstelle und verweigerten der deutschen Polizei den Zutritt. So geschehen in den 90ern des letzten Jahrhunderts.
Peter Grolig
14. Januar 2013, 19:05
Heute betrachtet mutet das Verhalten der damaligen deutschen Regierungen nur dumm und schwachsinnig an. Man muss bedenken, wieviel Geld in diesen Unsinn gesteckt wurde. Geld, das uns heute hinten und vorne fehlt. Aber heute ist es ganz genau so.
Jens Schuetz
14. Januar 2013, 19:09
Kann Strauss verstehen das er im V-Fall gern die A-Waffen gehabt haette. Kann auch die Amis vertsehen das sie sich diese nicht wegnehmen lassen wollten.
Strauss haette die Gegener schon gern in der DDR verstrahlt. Den Amis war dies zu gefaehrlich, falls bedrohliche Truppenbewegungen nur ein Missvertaendniss gewesen waeren wollte man nicht gleich ueberreagieren und einen atomaren Gegenschlag provozieren. Daher bevorzugten es die Amis die Russen erst beim direkten Einmarsch in die BRD zu verstrahlen.
Ende der 70er hatten die Sowjets alternative Plaene und wollten primaer nicht mehr durch das "Fulda Gap" stossen. Vielleicht weil es so gut verteidigt war?
Thomas Löwer
15. Januar 2013, 10:42
Ja, wir hatten schon wirkliche Leistungsträger in unseren demokratisch gewählten Regierungen.
Und es gibt heute noch eine große Anzahl von Mitbürgern, die diesen bajuwarischen Choleriker für einen ernstzunehmenden Politiker halten.
Wir haben Glück gehabt, daß wir diese Zeit, bis hin zu Helmut Schmidt's genialer Idee von der NATO-Nachrüstung, überlebt haben.
Barbara Bouffier
15. Januar 2013, 10:57
Interessant ist daran eigentlich nur, dass die US-Amerikaner natürlich ggf. auf deutschem BodenAtomwaffen eingesetzt hätten. Wohl zum Schutz der Franzosen, denn die Deutschen wären dabei draufgegangen...
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