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Joachim Kampe
21. Februar 2013, 18:02
Ich kann mir nicht helfen, Zweifel seien erlaubt. Auf Bild 1 ist die Beschriftung von heute zu sehen - ukrainisch und auf Bild 12 - russisch. Warum eigentlich ?
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Uwe Stürmer
14. Februar 2013, 12:39
Ich frage mich, ob das Bild mit der "Turbine" richtig zugeordnet ist. Ein Raketentriebwerk mit Turbine kommt sehr unwahrscheinlich vor.
Augustus Meyer
14. Februar 2013, 13:29
Ich war selber 3x in der ehem. russ. Basis nahe Pervomaisk. Sehr interessant, ist nun ein Museum. Wer mit dem Pkw von Kiev nach Odessa fährt, muß nur einen kurzen Abstecher von ca. 20km machen, Richtung Nikolaev. Besucher können sich sogar an eine der berühmt-berüchtigten Tastaturen zum Abschuß setzen. Leider sprechen die Führer im Museum, ehem. Militärangehörige, nur Russisch. Ein Detail: Der Deckel zum Silo, ca 3m Durchmesser, wiegt ca. 40t. Und konnte in 9sec. geöffnet werden. Frage: Wie machten die das wohl ?
Harald Kucharek
14. Februar 2013, 13:34
>Ich frage mich, ob das Bild mit der "Turbine" richtig zugeordnet ist. Ein Raketentriebwerk mit Turbine kommt sehr unwahrscheinlich vor.
So ist es. Ich vermute, es ist der Einspritzkopf der Brennkammer des Raketentriebwerks
Stefan Rüdiger
14. Februar 2013, 13:51
Der Bericht war bei wired.com schon am 24.1.2013 zu lesen.
"Detailed Photos of Cold War Missile Sites: Opposing Superpowers, Same Terror"
Florian Gerdts
14. Februar 2013, 14:07
>Ich frage mich, ob das Bild mit der "Turbine" richtig zugeordnet ist. Ein Raketentriebwerk mit Turbine kommt sehr unwahrscheinlich vor.
Raketentriebwerke mit Turbine gibt es. Allerdings ist die Turbine nur als Antrieb für die Treibstoffpumpen von Flüssigbrennstoffraketentriebwerken da. (vgl. http://www.dpma.de/docs/service/a09/antriebe/us2395113a.pdf oder http://de.wikipedia.org/wiki/Fl%C3%BCssigkeitsraketentriebwerk#Pumpenf.C3.B6rderung )
Was nun auf dem Bild in diesem Artikel genau zu sehen ist, weiß ich auch nicht.
>Ich vermute, es ist der Einspritzkopf der Brennkammer des Raketentriebwerks
Das denke ich nicht. Wozu sollte man eine derartige Flügel/Lamellen Geometrie in der Einspritzkammer brauchen?
Samuel Sudhof
14. Februar 2013, 15:29
Bild 14 zeigt mit Sicherheit nicht die Turbine eines Raketenmotors. Raketenmotoren haben Turbinen, aber diese dienen der Treibstoffförderung und sind nicht nach außen hin offen, da sie keine Umgebungsluft (sondern eben Treibstoffe aus den Tanks) einsaugen. Es könnte sich um den Auslass einer Gasturbine zur Stromerzeugung handeln. Die grobe Bauweise (ungleichmäßige Verankerung der Nabe am Gehäuse, großer Spalt zwischen Rotoren und Gehäuse) bringt mich aber eher auf den Gedanken, dass wir in einen Stinknormalen Lüfter für die Klimaanlage schauen.
Samuel Sudhof
14. Februar 2013, 15:39
"So ist es. Ich vermute, es ist der Einspritzkopf der Brennkammer des Raketentriebwerks"
Bild 15 Zeigt mit großer Wahrscheinlichkeit, genau wie in der Beschreibung gesagt, den Blick von hinten in die LR-91. Dafür spricht die Faceplate mit der Anordnung der Baffles zur Unterdrückung von Brennkammerschwingungen, die Röhrchenbauweise der Brennkammerkühlung und die weiße keramische Beschichtung der Düsenerweiterung. Interessant daran ist, dass es sich um das Triebwerk der zweiten Stufe der Rakete handelt. Die Rakete muss also auseinandergebaut da rumliegen.
Thomas Bach
14. Februar 2013, 18:48
Die Schutzanzüge auf Bild No. 10 dienen zum Schutz des Servicepersonals der Titan II Rakete vor dem giftigen Raketentreibstoff. Diese Rakete konnte dann auch direkt aus dem Silo gestartet werden und musste nicht, wie bei der Legende zu Bild No. 11 erwähnt,mit einem Lift aus dem Silo gehievt werden.
Hans Oppe
14. Februar 2013, 19:38
Im Bild 10 werden die Schutzanzuege gezeigt die beim Betanken oder bei Servicearbeiten zum Schutz vor den giftigen Treibstoffen getragen wurden. Fuer den vom Autor beschriebenen Einsatzfall sind die Anzuege ungeeignet.
Bild 11: Die Titan II wurde nicht zum Start durch einen Lift nach oben gefoerdert. Die Rakete war immer voll betankt und konnte innerhalb von 58 Sekunden direkt aus dem Silo heraus gestartet werden.
Bild 15: Die Titan II war eine 2-stufige Rakete mit Fluessigkeits-Antrieb. Der zweite Antrieb hatte nur eine Brennkammer. Das Bild zeigt die Einspritz-Zone der Brennkammer wo Brennstoff, Aerosin 50, und Stickstoff-Tetroxyd zusammenkommen und eine spontane Zuendung ausloesen.
Die Anlage ist heute ein Museum und ist ein einzigartiges Zeugnis aus der Zeit des Kalten Kriegen.
Der Autor hat sich leider nicht sehr um Korrektheit bemueht. Durch ein Gespraech mit dem Personal im Museum haetten weitere Fehler die im Text enthalten sind vermieden werden koennen.
Siegfried Wittenburg
15. Februar 2013, 11:14
"In der Tiefe sollten die Soldaten einen zu erwartenden Gegenschlag der anderen Seite überleben."
Ein Überleben war nicht vorgesehen. Die Devise lautete: Erst töten, dann sterben. Alle Sensoren waren darauf ausgerichtet, dem Gegner bei einem beabsichtigten Atomschlag um drei Minuten zuvor zu kommen.
Für die letzte Stunde, bevor die Atemluft verbraucht war, stand bei den Sowjets wohl eine Flasche Wodka im Spind, bei den Amerikanern wohl eine Flasche Whiskey.
Ob ein fester Glaube an eine Reinkarnation bestand, ist nicht überliefert. Vermutlich war dieses nicht der Fall, denn sonst hätte jemand auf den Knopf gedrückt.
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