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stefan steinert
27. Februar 2013, 04:36
"Der Pferdefleischskandal dieser Tage zeigt: Die Abneigung der Konsumenten blieb - allen Argumenten zum Trotz."
Das kann ja wohl nicht ernst gemeint sein... Reden Sie dieser Tage mal mit Pferdefleischern. Das Interesse war nie so groß wie heute, eben weil sich gerade wegen des
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Bettina Hammer
23. Februar 2013, 18:13
Pferdefleisch ist heutzutage aber keineswegs günstig, es gilt als Delikatesse. In vielen Ländern Europas ist der Verzehr Pferdefleisches durchaus normal - z.B. in Österreich, Deutschland, wo gerade in Bayern Pferdemetzger noch tätig sind, auch in der Schweiz, also außerhalb der EU, aber innerhalb Europas ist Pferdefleisch sehr beliebt und keineswegs günstig.
Wenn also pferdefleisch beigemengt wurde, so ist anzunehmen, dass es sich hier um minderwertiges Fleisch handelte. Und das wollen auch die Pferdefleischrfreunde nicht haben.
Es wäre insofern nett, wenn mal außerhalb des "puh, Leute wollen keine Pferde essen" und "Pferde sind halt billig" berichtet werden würde, und zwar themenbezogen. Das hieße: Den Betrug in den Vordergrund stellen statt ihn Falschetikettierung zu bezeichnen als habe man aus Versehen mal den falschen Aufkleber genutzt; auch zu thematisieren, dass Pferdefleisch nicht günstig ist, eine Beimengung also nur heißen kann, dass es hier um minderwertiges Pferdefleisch geht; aber auch zu thematisieren, dass nicht darüber berichtet wird, dass es sich um gesundheitsgefährdendes Fleisch handelt. Das alles fehlt derzeit -a uch bei den historischen Betrachtungen, die mit "Skandalfleisch"' auf machen
Gerhard Zimmek
23. Februar 2013, 18:25
scheint ja schon traurige Tradition zu haben, dass sogenannte Tierschutzvereine in Deutschland
Tierquälereien unterstützen, aktuell mit dem Label des Deutschen Tierschutzbundes für Wiesenhof.
kai ferch
23. Februar 2013, 18:26
Haben sie denn schon mal einen Pferdebraten oder Roulladen gegessen? Ist verdammt lecker. Abr günstig, das sehe ich anders, ist fast doppelt so teuer wie Rind.
wolfgang ellmenreich
23. Februar 2013, 19:02
wenn der Wunsch der Vater des Gedankens.../ Pferdefleisch wurde immer schon gegessen, und auch immer mal wieder Würsten beigemischt: zur Verbesserung der Qualität!
Eric Wolzenburg
23. Februar 2013, 19:06
Ich bin nicht sicher, ob der Artikel ein gutes Fachlektorat durchlaufen hat - Rheinischer Sauerbraten wird gar nicht erwähnt, obwohl das Rezept ursprünglich auf Pferfefleisch beruht - und auch heute noch so hergestellt werden kann.
Mario Liebhardt
23. Februar 2013, 19:33
Mit allen Mitteln versucht die Nahrungsmittelindustrie, von ihren Betrügereien abzulenken. Dazu sind ihr alle Mittel recht. Das Pferdefleisch in der Lasagne ist doch nur der Tumormarker dieses Krebsgeschwürs in der Lebensmittelindustrie. Glaubt jemand im Ernst, dass da nicht mehr drin ist? Minderwertiges, angefaultes Rindfleisch kann man gentechnisch nicht unterscheiden, nach anderen Tieren wird gar nicht erst gesucht...
Jan Berger
23. Februar 2013, 20:27
Freie Marktwirtschaft heisst Betrug, Ausmerzung und Verbrechen
Dietmar Weides
23. Februar 2013, 20:35
Die ganzen Diskussionen werden doch bewußt am eigentlichen Problem vorbeigelenkt: Pferdefleisch ist absolut ok und genießbarer als z.b. Geflügel oder Schweinefleisch, weil es in der Regel nicht so voll gepumpt ist mit Antibiotika und anderen Chemikalien... aber hier liegt das eigentliche Problem: wer kann denn garantieren , daß unsere Lebensmittelproduzenten nicht auch Fleisch von Pferden verwendet haben, die z.B. eingeschläfert wurden??? Denen ist doch alles zuzutrauen. Siehe Gammelfleisch, BSE , Dioxin , Antibiotika usw. usw. .. Wir werden hier permanent schleichend vergiftet ohne daß jemals hierfür jemand bestraft wurde. Und zum Artikel: Pferdefleisch ist deshalb in Deutschland traditionell nicht so populär, weil Pferde schon bei den Germanen eine Sonderstellung einnahmen und quasi als " heilig " galten...Man sollte sich eben manchmal mit unserer Geschichte vertraut machen, die beginnt nämlich nicht erst 1933....Aber wer will das schon wissen..
Wolf Roth
23. Februar 2013, 22:53
Rheinischer Sauerbraten mit Rotkraut und Klößen erhält nur dann eine vernünftige Sauce, wenn aus Schmorbraten vom Pferd hergestellt und ist tatsächlich eine Delikatesse.
Wie bei anderen Fleischsorten auch kommt es vor allem auf die Zubereitung an - alles andere in der aktuellen Diskussion ist dem kulturellen Hintergrund und Vorurteilen geschuldet, die auch in diesem Artikel munter bedient werden. Der "kollektive Ekel" ist in etwa so vernünftig wie die weit verbreitete Angst vor Spinnen.
Wir essen doch auch Vergorenes, Geschimmeltes oder Innereien und Chemikalien aller Art ;-)
Raimund Derler
23. Februar 2013, 23:02
Pferdefleisch gilt in vielen Ländern als Delikatesse. Sie dienen aber nicht als Zug- oder Reitpferde, sondern werden ausschliesslich für den Konsum gehalten. Nach dem Motto einen alten Gaul verwurstet man nicht.
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