Daniel Hüpenbecker
19. Dezember 2007, 14:46
Bei allem Respekt vor der Arbeit der Gestalter unter den widrigen Bedingungen in der DDR, stellt sich mir doch die Frage wo zwischen dem gezeigten Kleinwagenentwurf und dem Renault Twingo eine Ähnlichkeit bestehen soll?
Und zur aufgestellten Behauptung bezüglich des von Hartmut Esslinger gestalteten TV-Geräts der Wega-3000er Serie fehlt leider jeglicher Bildnachweis.
So entsteht bei mir leider der Eindruck es würde krampfhaft versucht per unnötigem und unpassendem Vergleich die Fortschrittlichkeit des DDR-Designs zu verdeutlichen.
Michael Keller
19. Dezember 2007, 22:45
Ja..entweder der Autor hätte eine Suchmaschine benutzen sollen oder mein Vorredner..dann hätte es auch ein Bild vom Wega 3000 gegeben:
http://www.tvhistory.tv/1965-WEGA-3000L-Germany.JPG
Stellt sich nur die Frage wie es mit dem Copyright aussieht...
Daniel Hüpenbecker
20. Dezember 2007, 13:07
Zum TV-Gerät ist zu sagen, dass bereits auf der »Großen Deutschen Funkausstellung Berlin« 1963 der Wegavision2000 vorgestellt wurde, der das Gestaltungsprinzip der Trennung Röhre/Elektronik aufwies, und es sich hierbei um einen »Trend« handelte dessen ursprüngliche Urheberschaft sich wohl nicht mehr ermittlen lassen wird.
Bestimmte gestalterische Ansätze ergeben sich aus technischen Möglichkeiten und dem Zeitgeist.
Die Ähnlichkeit des Wega3000L mit dem auf dem Zeitschriftentitel abgebildeten Gerät ist in der Tat erstaunlich. Doch wie gesagt in meinen Augen noch kein Nachweis über die tatsächliche Urheberschaft der Gestaltung.
Bezüglich der Ähnlichkeit des gezeigten Kleinwagens konnte auch keiner meiner Kollegen auch nur eine ansatzweise Ähnlichkeit feststellen.
Das für den Twingo so charakteristische One-Box-Design ist in der gezeigten Studie so nicht erkennbar. Die Proportionen, Detaillösungen, das Greenhouse - nirgendwo ist hier eine Ähnlichkeit erkennbar.
Mir fehlt es gewiss nicht am Respekt den Leistungen der Gestalter in der DDR gegenüber. Nur wird hier dem Designlaien etwas suggeriert, das faktisch nicht haltbar ist.
Man muß keine unpassenden Vergleiche anstellen, um die hervorragende Arbeit einiger in der DDR tätiger Gestalter zu würdigen.