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Heiko Gabriel
3. August 2008, 15:11
Hmm, da hatte der Autor im Vergleich zu mir -Jahrgang 1974 - offenbar umgekehrtes Pech. Wenn ich der Kirche irgendwas zugute halte, dann, 1980 im Gemeindehaus Star Wars gezeigt zu haben. Eine Revolution! Dieser Tag hat vieles verändert, meine Eltern tun mir im Nachhinein noch leid: Mein Vater
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Holger Lachmann
20. März 2008, 17:24
Nun ja, es gibt ja viele Fans, die mit den neuen Filmen nichts anfangen können; ich gehöre (trotz Jahrgang 1970) nicht dazu. Für mich war schon damals die Geschichte nicht wirklich zu Ende erzählt - wie wurde Darth Vader zu dem, was er war, was hat es mit diesem Jedi-Orden tatsächlich auf sich, woher kam der Imperator und was - zum Geier! - waren diese Klonkriege?!
Erfreulicher Weise wurden all diese Fragen - und noch viele mehr - ab dem Jahr 1999 beantwortet; und ich war glücklich darüber!
Aber ja: den Charme der alten Filme gab es in den neuen Teilen nicht; aber liegt das nicht vor allem an der Tatsache, dass eben die 70er waren? Wie würden Episode IV-VI heute aussehen? Wie würde Der weiße Hai heute aussehen, wie 2001 - Odyssey im Weltraum? Die Episoden I-III sind die logische Weiterentwicklung von Star Wars.
Ach so: lange Jahr war Episode IV mein Favorit - inzwischen erfolgreich von Episode III auf Plat z2 verdrängt :)
Marco Marterer
20. März 2008, 18:22
Sorry.
Ich hab die erste hälfte des Beitrags gelesen und mir die 2te vorerst gespart.
Zwar gebe ich Ihnen recht das George Lukas sich bei der Regie der Prequels lieber hätte raushalten sollen, doch mit ihrer Meinung, das Episode 5 und 6 wegen anderer Regie mehr Charaktertiefe und Story hätten, machen sie sich warscheinlich nicht nicht nur bei bei Leuten aus der Filmbranche sondern auch bei Fans unglaubwürdig. Eine Gute Geschichte basiert schließlich auf einem guten Script und das hatte Georgi schon bei Episode 4 für die weiteren Teile ausgearbeitet.
Ich war auch erst in die Rückkehr der Jedi Ritter im Kino. Das Rätselraten blieb mir jedoch erspart. Die Vorgänger wurden als Videos schon ein Jahr vorher veröffentlicht und in Videotheken als Video2000 bzw VHS verliehen. Wobei ich gerne einräumen möchte das ein Abspielgerät damals noch kein billiger Heimelektronik-artikel war.
Der größte unterschied zwischen "eine neue Hoffnung" und "die dunkle Bedrohung" besteht aber darin, das George Lukas beim ersten Film, ein 23 Jähriger Independencefilmer war und bei Episode 1 einem grauhaarigen Familienvater und Millionär. Das spiegelt sich leider in den Filmen wieder.
Zum Schluß teilen wir aber wohl wieder die gemeinsame Hoffnung, dass er sich bei der geplanten TV serie etwas zurück hällt.
MatthiaS Klein
20. März 2008, 19:38
Moinmoin,
ich habe mich oft vor meinem DVD-Regal stehend gefragt, warum ich mir Teil 4, 5 oder 6 jetzt gerade nicht ansehen will, warum es mich anöden würde, trotz der grandiosen Bilder. Die Antwort lautet: Es sind die völlig hirnrissigen Dialoge! So redet kein Mensch auch nicht in tausend Jahren. Da konnte wohl auch der beste Regisseur nichts retten. Und vielleicht haben ja all die bekannten Regiegrößen aus diesem Grund dankend abgewunken, als es um Teil 1 bis 3 ging?
Was mich damals beim ersten Teil also Teil 4 fast aus dem Kinositz katapultiert hat, war die Beschleunigung auf Überlichtgeschwindigkeit. Der Rest war irgendwie Grimms Märchen als Muppetsshow mit esoterischen Versatzstücken. Die Kombination hatte ich vorher so noch nicht gesehen. Aber optisch ist 2001 klar besser, esoterische Versatzstücke konnte Startrek irgendwie besser verwursten und die Muppetsshow ist im Original unschlagbar. Aber machmal trinkt man halt lieber einen Cocktail als die Bestandteile pur...
Andreas Adler
21. März 2008, 00:19
Was die sechs Star Wars-Teile betrifft, kann auch ich unterstreichen, was hier zu Lucas´Qualifikation als Regisseur geschrieben wurde - also nicht viel gutes (bin selbst großer Star Wars Freund - Star Wars definitely changed my life). So total daneben kann er aber doch nicht sein, denn immerhin hat er auch American Graffiti und THX 1138 gedreht, zwei völlig andersartige Filme voller Emotionalität und politischer Relevanz.
VG,
Adler
Tilo Villwock
21. März 2008, 08:54
Ich möchte nur mal darauf hinweisen das es herzlich wenig Zusammenhang gibt zwischen dem Storyverlauf und der Person , die Regie führt, da George Lucas für alle 6 Teile die Skripte ausgearbeitet hat und er allein entscheidet welche Charaktäre und Dinge dem Star Wars Universum hinzugefügt werden, sei es durch ein Computerspiel, eine Serie oder was auch immer.
Darüber hinaus sei gesagt dass es hilfreich ist sich mal ein Making Of der alten Teile anzusehen, da hierbei ganz klar erkennbar ist, dass ein riesiges Effektaufgebot verwendet wurde und George Lucas Effektfirma überhaupt die führende Institution ist, wenn es um Spezialeffekte geht. Soll heißen hätte es damals schon die technologischen Möglichkeiten von heute gegeben, wäre es ebenfalls eine solche "Effekthascherei" geworden, wobei das zu der Zeit sicherlich gerade den Reiz ausgemacht hat.
Das die Episoden 1-3 so pompös daher kommen erscheint mir im Übrigen sehr angemessen, da im Mittelpunkt schließlich die Klonkriege stehen und es ja darum gehen soll sozusagen die Vorgeschichte zu erzählen. Dies geschieht eben in einem anderen, aber nicht unbedingt schlechteren Stil.
Der Autor möchte sich daher bitte ein wenig näher damit befassen, bevor er eine solch "umfassende" Analyse zum Besten gibt.
Marco Marterer
22. März 2008, 00:24
Matthias Klein
"Es sind die völlig hirnrissigen Dialoge! So redet kein Mensch auch nicht in tausend Jahren."
Filmitat: "So durch das Weltall zu fliegen ist was anderes als über Rübenfelder, Junge. Ohne präzise Kalkulationen könnten wir durch einen Stern fliegen oder einer Supernova zu nahe kommen und das wäre dann ein ziemlich kurzer Ausflug."
Ich habe die Aussage "so spricht kein Mensch" schon ein paar mal gehört, kann aber in Sätzen wie dem Filmzitat keinen gravierenden grammatikalischen Fehler entdecken. Vielleicht seh ichs auch nicht, da ich mit Starwars aufgewachsen bin. Ich bitte um Aufklärung. Ich persönlich habe schon Liebesfilme gesehen deren Dialoge weit unrealistischer waren.
Ich möchte mich hier Tilo Villwock anschließen.
Die alten Teile wären in der Tat, den neuen viel ähnlicher wenn Lucas schon damals völlig freie Hand und moderne Effecte gehabt hätte.
Beispiel:
Wer sich über Namen wie Qui-Gon Jinn ärgert sollte Wissen das 20th Century Fox Lucas Auflagen für seinen ersten Krieg der Sterne gemacht hat. Unter anderem die Namensänderung der Hauptfiguren weil deren Namen im orginal Script so wild waren das sie niemand aussprechen konnte.
Not macht erfinderisch und deshalb ist weniger manchmal mehr!
Trixy Freude
22. März 2008, 09:09
Sehr hübsch geschriebener Artikel. Warum? Weil er das Lebensgefühl derjenigen anspricht, die 83 das erste Mal einen Star Wars Film sehen durften. Dass uns das nachhaltig beeindruckt (und teilweise beeinflusst) hat, das ist für mich die wahre Quintessenz dieses Berichts - und nicht die Regiequalitäten von George Lucas oder sonst wem. Tipp: Mal mit echten Regisseuren sprechen, dann sind die Illusionen bald weg... ;)
Heiko Gabriel
3. August 2008, 15:11
Hmm, da hatte der Autor im Vergleich zu mir -Jahrgang 1974 - offenbar umgekehrtes Pech. Wenn ich der Kirche irgendwas zugute halte, dann, 1980 im Gemeindehaus Star Wars gezeigt zu haben. Eine Revolution! Dieser Tag hat vieles verändert, meine Eltern tun mir im Nachhinein noch leid: Mein Vater besorgte den Film auf VHS, und wir Kinder gaben keine Ruhe, bis er an die 30mal durchgeschaut war. 1981 hatte ich auch keine Probleme an der Kinokasse, denn wie Episode IV hatte auch Das Imperium schlägt zurück eine FSK-Freigabe von 6 Jahren. Richtig dramatisch wurde es aber 1986: Als Die Rückkehr der Jedi-Ritter - Freigabe ab 12 - anlief war ich als jüngster in meiner Klasse gerade noch 11. Alle Mitschüler gingen geschlossen ins Kino, ich durfte nicht. Es war eine Katastrophe, die Kinokassiererin war wirklich unerbittlich. Irgendwer erbarmte sich, und besorgte eine VHS-Kopie des Films, für uns jüngere war es ein Feiertag, und die Eltern konnten endlich in Ruhe in den Urlaub fahren. Trotzdem sollte es noch schlimmer kommen: 13 Jahre waren wir geduldig und warteten, ein Bekannter schaffte es, für sündhaft viel Geld eine schlechte Kopie von Episode I zwei Tage vor dem offiziellen Kinostart zu besorgen. Wir konnten und wollten einfach nicht mehr warten. Entsetzlich. Wir saßen vor dem Fernseher und trauten unseren Augen nicht, dieser Film wäre auch ohne JarJar Binks so ziemlich das schlechteste gewesen, was man sich antun konnte. Es ist bis heute der einzige Star Wars, den ich mir nicht als DVD gekauft habe, die beiden Nachfolger waren freilich auch kein großes Kino, aber doch leichte Steigerungen. Nur das, was die erste Star Wars-Trilogie ausmachte, konnten sie bei weitem nicht einfangen.
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