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John Global
23. Dezember 2012, 14:33
Mein Vater ist in was heute Belarus ist gefallen. Das habe ich vor drei Jahren heraus gefunden. Ich bin 5 Monate nach seinem Tode geboren worden.
leider gibtes keiene genaue beschreibung wo es wa nur eien Ortsname im Westen von Belarus den es nicht mehr gibt, Hatte das Belarus Touristbuero in
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Franziska Münnich
26. Juni 2011, 19:23
Ich kann nachvollziehen, warum der Vater mit einem so unverständigen Sohn nicht reden wollte:
- Bildunterschrift "Schlächter" unter dem Bild eines deutschen Soldaten, allzu aufdringlich doppeldeutig, weil dieser zuvor ein Schwein schlachtete.
- Bildunterschrift, "bei geringstem Widerstand" sei "alles Hinderliche aus dem Weg geschossen oder gebombt" worden. Soll Unverhältnismäßigkeit suggerieren. Wahrscheinlicher ist, dass bei geringstem Widerstand auch nur genau dieser
Widerstand gebrochen wurde.
- Bildunterschrift "Verordnete Freundschaft mit den 'Faschisten'" könnte ebenso "Verordnete Freundschaft mit den Stalinisten" lauten.
- Zum Text: Die 6. Armee kämpfte sich "brutal" durch Russland, "wütete", ja soll sie einen rücksichtsvollen Spaziergang vollführen? Taten das die Amerikaner
in Vietnam, Irak, Afghanistan?
Ein Artikel eines moralisierenen Sohnes ohne Ahnung. Man fragt besser die Erlebnisgeneration.
Juergen Meyer
27. Juni 2011, 07:37
Es gehoert schon eine erhebliche Portion von Naivitat dazu nach Wolgograd sprich Stalingrad als Deutscher zu fahren und sich nicht ueber die Sesibilitaet der Russen im Klaren zu sein. Das mag heute etwas anders sein aber sicherlich nicht 1977!!
Ich war in 1968 als Mitglied eines der ersten Westdeutschen Jugendgruuppen die dort hin durften in dieser Stadt und weder ich noch jemand anderes aus unserer Gruppe ist so angesprochen worden. Wir wurden im Gegenteil - vielleicht weil wire die ersten Westdeutschen dort waren, extrem freundlich aufgenommen, Teile der aelteren Generation - also die am eigenem Leibe den Krieg erlebt hatten - waren aufgrund der Propaganda skepitscher und fragten, warum wir deutschen erneut einen Krieg anfangen wollten.Als Faschisten sind wir weder dort noch in anderen Staedten der Sowjetunion angesprochen oder beschinpft worden, ein grosses Misstrauen war schon da aber das war ja leicht nachzuvollziehen in diesen Janhes des Kalten Krieges.
Klaus Taubert
27. Juni 2011, 13:26
Verehrter Herr Meyer, die unterstellte Naivität war doch hausgemacht. Wer die Intensität der von Schule über Ausbildung bis ins Berufsleben oktroyierten unverbrüchlichen deutsch-sowjetischen Freundschaft nicht erlebt hat, kann sich wundern, dass man den Vorwurf Faschist nicht erwartet hatte. Ich war vordem x-mal in Moskau, habe manchen eisgekühlten Wodka auf die innige Freundschaft genossen, wurde aber als DDR-Bürger nie damit konfrontiert, den Zweiten Weltkrieg mitverschuldet zu haben. Und dann plötzlich diese Erlebnisse in Wolgograd. Aber diese Anfeindungen gab es nicht bei irgendwelchen Treffen, sondern nur bei ganz privaten Gesprächen und Begegnungen. Immerhin lag Stalingrad kaum eine Generation zurück, aber es war eben nicht unsere Generation, daher vielleicht auch des Erschrecken über den Vorwurf, obwohl mir die Geschichte Stalingrads (nicht nur aus den einschlägigen Filmkunstwerken der Mosfilm-Studios) damals schon gut bekannt war. Westdeutsche wurden übrigens in der UdSSR, in den Ländern rum um das Schwarze Meer, in Polen oder auch in der damaligen CSSR mächtig hofiert, allein ihrer harten Währung wegen. Dagegen sahen wir ziemlich alt aus, obwohl die DDR Waffenbruder der UdSSR im kalten Krieg war. Geschichte ist eben nicht schwarz-weiß.
Sterin McCollis
27. Juni 2011, 16:09
Die Bildunterschriften zu den Fotos sind eine Zumutung.
Wolkig-menschelnd wurden Allgemeinplätze aus den Fingern gesogen, die keine Recherche als Basis haben. Eine Vielzahl von Bildunterschriften fassen nur allgemein in Worte, was ohnehin zu sehen ist. Keine weiteren Angaben. Woanders wird wie im "Goldenen Blatt" wird über die Gefühlslage und Befindlichkeiten von Fotografierten gemutmaßt: "Offenbar waren nicht alle Überfallenen hasserfüllt auf die deutschen Okkupanten - oder man machte gute Miene zum bösen Spiel." Woher will das der Autor wissen? Die Fortsetzung des Satzes beim nächsten Bild hat zudem nichts mit dem Abgebildeten zu tun: "...und hegte in Wirklichkeit ganz andere Gefühle."
Manchmal kommen dann auch Widersprüche - an einer Stelle heisst es: "Die Soldaten gewöhnten sich an den Anblick der Toten." Paar Bilder weiter: "Die Leichen, die den Weg säumten, traumatisierte viele Soldaten. "
Nichtssagend im melodramatischen Stil: "Bei geringstem Widerstand wurde alles Hinderliche aus dem Weg geschossen oder gebombt. " Was fehlt sind hard facts - Wer und was ist wo und wann zu sehen?
Wenigstens rudimentäre Informationen zu beschaffen gebietet die journalistische Sorgfaltspflicht und wäre Aufgabe der Redaktion, welche hier Inhalte - werbefinanziert - auf die Seite stellt.
Dirk Lohse
28. Juni 2011, 00:59
Die Kritik von Sterin McCollis kann ich durchaus nachvollziehen, allerdings ist es auch schwierig, informative Bildunterschriften zu Fotos zu verfassen, die vor fast 70 Jahren entstanden sind und zu denen der Fotograf selbst nichts hinterlassen hat. Wirklich hilfreiche Bildunterschriften hätte hier wahrscheinlich nur der Fotograf selbst beisteuern können, ohne diese war es für den Journalisten fast unmöglich, den genauen Ort, die Personen oder andere Details nur aus den Aufnahmen heraus zu identifizieren. Also wäre die Alternative gewesen, auf Bildunterschriften ganz zu verzichten und die Bilder allein für sich sprechen zu lassen.
Davon abgesehen finde ich die Bilder äußerst interessant und beeindruckend.
Jens Meyer
28. Juni 2011, 09:36
ich war 1994 das erste Mal in Wolgograd, später auch mal in Rossoschka, weit draußen in der Steppe 30km vor der Stadt, wo im Nov.42 der russische Gegenangriff stattfand und der kessel geschlossen wurde. Allein dort sind bisher von der Kriegsgräber Fürsorge mehr als 50.000 dt.Soldaten umgebettet worden. Auf der einen Seite der Straße ist die russische Gedenkstätte, auf der anderen die Deutsche. Wobei die Russen keine Umbettungen vornehmen, dafür aber fats an jeder Ecke der Innenstadt gewaltige Denkmäler, wie beschrieben, errichtet haben. Besonders beeindruckend ist auch das Panoramama Museum am Wolga Ufer , mit dem einzigen noch vorhandenen Gebäude aus Kriegszeiten, der alten Mühle
Hier sollte unbedingt jeder Bundestagsabgeordnete mal herkommen, bevor wieder irgendein Bundeswehr Einsatz irgendwo auf der Welt beschlossen wird.....
Paul Ritter
28. Juni 2011, 22:49
Vielen Dank für die interessanten Zeitzeugen-Fotografien. Aber Franziska Münnichs Kritik zu der Qualität der Bildkommentare muß ich mich leider anschließen. Die pathetischen, z. T. willkürlichen und klischeehaften Sprüche sind grausig.
Ein paar Anmerkungen zu einigen Bildern.
Auf den Bildern 2 und 3 kann man erkennen, dass zu Beginn des Unternehmens Barbarossa Teile der Bevölkerung froh waren, dass das Deutsche Reich die Repressalien unter Stalins Gewaltherrschaft beendet hatte. Das überrascht nicht, denn in jedem Geschichtsbuch kann man nachlesen, mit welchem Terror der "große" Diktator auch gezielt gegen einzelne Volksgruppen der Sowjetunion vorging.
Auf Bild 6 verwundert es mich, dass auf dem Steg ein Geschütz (evtl. 7,5-cm Feldkanone 38) steht, falls dort ein Brückenbau stattfinden sollte.
Bild 7 zeigt natürlich eine hölzerne Behelfsbrücke und keine schwimmende Potonbrücke, die es auch gab.
Auf Bild 10 ist dargestellt, mit welcher Sorgfalt und welchem Aufwand Begräbnisse zu Beginn des Feldzuges vorgenommen worden sind. In den Folgejahren mußte darauf zunehmend verzichtet werden und die entstandenen Friedhöfe hatten ein kurzes Verfallsdatum.
Bild 12 kann man ebenso als ersten Partisanenschaden oder z.B. als Fliegerangriff deuten.
Bild 13 zeigt zwei KW1 die zerstört worden sind. Der Panzer hatte viele Mängel, war aber stark gepanzert (Landserjargon Dicker Bello) und häufig nur von hinten oder durch einen Kettentreffer, wie hier auf dem Bild zu sehen, zu bekämpfen.
Insgesamt stellen die Bilder eine Zeitrafferaufnahme dar, die aus der Soldatenperspektive den Weg der 6. Armee belichten. Sie zeigen aber nur einen winzigen Ausschnitt, der die wirklichen Grausamkeiten für die Menschen auf beiden Seiten der Front nicht abbilden kann.
Bernd Brincken
29. Juni 2011, 10:08
Danke für die beeindruckenden Bilder, die gerade durch die subjektive Perspektive noch einmal Geschichte präsent machen. Die Kritik an den Bildunterschriften ist daher auch unangemessen - eine sachliche Dokumentation war hier nicht beabsichtigt.
Interessant auch die Erfahrungen des jugendlichen Besuchers aus der DDR.
Michael Hensel
30. Juni 2011, 14:43
Wie bereits geschrieben, ist es sehr schwer, objektive und auf Fakten beruhende Bildunterschriften zu finden. Auf der anderen Seite bin ich aber sehr verwundert, das Seitens einestages.de solche Artikel und Fotos veröffentlicht werden! Ich habe selbst versucht, einen auf "hard facts" basierenden Artikel zu veröffentlichen. Mit den passenden Fotos versteht sich. Dieser wurde leider nicht berücksichtigt. Bei manchen Beiträgen spürt man schon, das von der Redaktion viel Wert auf Populärwissenschaftliche Beiträge gelegt wird.
Harm Trenck
17. November 2012, 17:41
Ich kann mich den Kritiken meiner Vorredner hier nur anschließen. Ausgesprochen ungut gewählte Bildunterschriften, welche die (eingentliche) Pflicht historischer Untersuchungen, die Dinge "sine ira et studio" zu betrachten gänzlich vermissen lassen. So reihen sie sich in die überall anzutreffenden populistischen Versuche ein, pauschal alle deutschen Soldaten zu "Verbrechern" abzustempeln. Gut erkennbar auch am Artikel selbst. GFM Paulus wurde (wie alle Soldaten) nicht "festgenommen" sondern "gefangengenommen". Das Wort "Festnahme" klingt als hätte es sich bei ihm um einen einfachen Kriminellen gehandelt. Völlig abgesehen davon hieß es im Wehrmachtsbericht tatsächlich: "Der Kampf um Stalingrad ist zu Ende. Ihrem Fahneneid bis zum letzten Atemzug getreu ist die 6. Armee unter der vorbildlichen Führung des Generalfeldmarschalls Paulus der Übermacht des Feindes und der Ungunst der Verhältnisse erlegen." Davon, dass alle Soldaten umgekommen sind also keine Rede. Soviel Naivität, das zu glauben mutete selbst die deutsche Propaganda ihrem Volk nicht zu. Wieso tun Sie es?
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