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Otmar Ihl
13. Januar 2013, 22:36
Es mag ja hart klingen, aber es war den Bürgern der DDR bekannt das an der Grenze zur BRD beim Versuch die DDR zu verlassen geschossen wird mit den bekannten möglichen tragischen Folgen für das eigene Leben.
Es war also mitnichten so, das man das Risiko nicht kannte.
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Lothar Sawall
13. August 2011, 17:21
Ich kann es als Westberliner diese Krokodielstränen nicht mehr ertragen, die Lügen von wegen in Bonn hätte keiner etwas davon gewußt, eine infame Lüge ich war zu der Zeit als Bundeswehrangehöriger auf Urlaub in Berlin und erhielt am 11. August die Aufforderung zu meienr Einheit zurück zu kehren. Und die armen Westdeutschen beim Wahlkampf in Niedersachsen nach dem Mauernau da hörte man von CDU Mitgliedern reißt doch Berlin ab und baut es in der Lüneburgerheide neu auf und bei der Bundeswehr die fast einhellige Meinung im Kasin was denn für Berlin krepieren, nein. Und dann da werden welche freigekauft und drei Tage später Üüberfallen sie das KadeWe.
Kai-Uwe Henker
13. August 2011, 17:40
Ich bib etwas verwirrt: Im Artikel steht "Auch den Gedenkstein für meinen Bruder gibt es wieder. Samt einer Rasenfläche von zwei Quadratmetern. "
Zwei Quadratmeter?? Wirklich nur zwei Quadratmeter?
M. Sebastian Richter
14. August 2011, 09:29
Ich habe den Bericht gelesen. Danke für den Mut darüber zu schreiben.
Den ersten Kommentar finde ich unpassend und provozierend.
Frank Fischer
14. August 2011, 20:23
Als erstes möchte ich mein Bedauern über den Verlust von zwei Brüdern zum Ausdruck bringen.
Allerdings muss ich anmerken das der Artikel auf mich schon mit der falschen Überschrift anfängt. Weshalb er erschossen wurde? Er wollte illegal eine Grenze überqueren. Das wurde nicht nur an der deutsch-deutschen Grenze so gehandhabt sondern auch an vielen anderen Grenzen. Und dies immernoch.
Desweitern finde ich den Artikel Hass erfüllt. Das wiederum finde ich für den Schreiber tragisch. Niemand sollte mit soviel Hass in sich durchs Leben gehen...
Siegfried Wittenburg
15. August 2011, 13:16
@ Frank Fischer:
"Das wurde nicht nur an der deutsch-deutschen Grenze so gehandhabt sondern auch an vielen anderen Grenzen."
Das ist als "Entschuldigung" nicht anzuerkennen. Die deutsch-deutsche Grenze wurde offiziell als "antifaschistischer Schutzwall" bezeichnet. Doch woher weiß ein Grenzer, dass der Flüchtende Faschist sein könnte, wenn er ihn abknallt, bevor dieser gefragt werden kann?
Und überhaupt: Wenn es nach der Propaganda ein antifaschistischer "Schutzwall" hätte sein sollen, hätte die DDR ihre Grenze nach außen verteidigen müssen und nicht nach innen. Die Selbstschussanlagen waren auf die Menschen der DDR gerichtet.
Das gesamte staatliche Konstrukt einschließlich der Grenze war eine infame Lüge auf Kosten der Menschen.
"Niemand sollte mit soviel Hass in sich durchs Leben gehen..."
Diesen Hass, der eine Ursache hat, können Sie aber nicht dem Autor anlasten. Nur eine Entschuldigung und eine Wiedergutmachung können diesen Hass wenigstens mildern.
Heiko Thede
16. August 2011, 08:53
Natürlich war die Bezeichnung "antifaschistischer Schutzwall" Propaganda, aber letztlich stimmt "Schutzwall" schon.
Die Mauer wurde nicht (wirklich) aus Mißgunst gegen das eigene Volk gebaut sondern aus Notwendigkeit, weil eben Fachkräfte abgewandert sind, Waren verschoben wurden.
Die DDR konnte nicht konkurrieren und um die gewonnen Macht zu behalten wurde sie abgeschottet durch einen "Schutzwall". Da es immer eine 1m höhere Leiter gibt als Mauern musste die DDR auch die Undurchlässigkeit durchsetzen.
"Wer flüchtet muss doch was auf dem Kerbholz haben, sonst würde er es doch nicht tun (bei der Gefahr)" war durchaus ein Argument, was ich damals hörte. Der Druck auf die Grenzer wird sein übriges getan haben.
Die zu "bekämpfenden" als "Kriminelle" oder "Feinde" hinzustellen und mit allen Mitteln einschließlich dem Tod hat allerdings lange und weite Tradition auch außerhalb der DDR. Das ist Ausdruck des Machterhaltes, eine Notwendigkeit des Machterhaltes.
Machterhalt um jedes Mittel ist falsch, weil es z.B. zu Unterdrückung der Andersdenkenden und den Mauertoten führt. In der DDR (und anderswo).
Ich bin jedenfalls froh das es nicht soweit ging, 1989 wirkliche Massaker zu veranstalten. M.E. lag es auch daran, dass der "Einzelcharakter" von Taten "einzelner" "feindlicher Elemente" auch für die Machthaber selbst nicht mehr aufrecht zu erhalten war.
Und ja, es ist eigenartig zu sehen wie die DDR, die ideologisch ganz sicher mit dem 3. Reich gebrochen hatte, sich aus "pragmatischen Gründen" vieler seiner Entwicklungen und Erfahrungen bediente.
Siegfried Wittenburg
16. August 2011, 21:19
"...weil eben Fachkräfte abgewandert sind...": Davon abgesehen, dass ein freier Mensch sein Leben dort gestalten kann, wie und wo er möchte, ist eine Fachkraft in Gefangenschaft doch auch nicht das Nonpulsultra. Vor allem nicht dann, wenn nur eine einzige Partei immer Recht haben will, also die Fachkraft kommandiert, oder? Ich erinnere an die Zwangsvereinigung von Sozialdemokraten mit Kommunisten. Und ich kann mich erinnern, dass Fachkräfte gezwungen wurden, in diese erzwungene Einheitspartei einzutreten. Das war auch ein triftiger Grund zum Abwandern.
"...Das ist Ausdruck des Machterhaltes, eine Notwendigkeit des Machterhaltes...": Die DDR nannte sich offiziell Deutsche "Demokratische Republik" und viele Mitbegründer der DDR wollten nach ihren Kriegserfahrungen etwas besser machen. Ja, sie waren von einer neuen, friedlichen Gesellschaftsordnung begeistert. "Nie wieder Krieg!" Doch 1953 in der DDR und 1956 in Ungarn machten sie ganz andere Erfahrungen. Sie fanden sich in einer Diktatur wieder, die Ähnlichkeiten mit dem 3. Reich hatte. Die DDR war weder demokratisch noch Republik, wogegen sich der Westen attraktiver entwickelte. Natürlich auch mit amerikanischer Unterstützung, wogegen der Osten Reparationen an die Sowjetunion leistete.
Aber die USA hatten, wie die Briten und Franzosen auch, natürlich mehr Interesse daran, aus Deutschland eine Republik werden zu lassen, als eine Diktatur á la Hitler oder Stalin. Nach den Erfahrungen des 2. WK war das durchaus vernünftig, aber nicht mit den Interessen der UdSSR vereinbar, die den Weltkommunismus zum Ziel hatte und diesen mit Zwang, also mit Gewalt, erreichen wollte. Ohne die Zustimmung der Mehrheit der Bevölkerung. Natürlich können solche Ziele nur mit Macht erreicht werden, aber die betroffenen Menschen wurden als "Versuchskaninchen" gehalten und einfach eingemauert. Man kann das auch Versklavung nennen.
"Schutzwall": Es ist doch unwahrscheinlich, dass sich in der DDR im Durchschnitt weniger Altnazis aufgehalten haben als in der Bundesrepublik. Viele haben doch einfach nur ihre Parteibücher gewechselt und waren alte Ideologen in neuen Kleidern.
Trotz aller Weltpolitik waren die Deutschen beider Staaten bzw. aller vier Besatzungszonen eine Nation. Es gab verwandschaftliche Beziehungen, Liebesbeziehungen, Eltern-Kind-Beziehungen, die am 13. August 1961 jäh und rücksichtslos unterbrochen wurden. Konnte man so einen Traum wie Sozialismus bzw. Kommunismus verwirklichen?
Ich denke, die Geschichte hat diese Frage eindeutig beantwortet.
Karli Joachim Mehra
17. August 2011, 11:28
Eigentlich kein Debattenbeitrag, nur eine Nachfrage.
Mich interessiert diese Mordgeschichte an dem Zwilling.
Ist darüber mehr bekannt?
Hat man den Arzt nach dem Krieg zur Verantwortung gezogen?
Heiko Thede
19. September 2011, 11:30
>Ich denke, die Geschichte hat diese Frage eindeutig beantwortet.
Ja, natürlich.
Es war ein Schutzwall der DDR nach "innen". Entschuldigung, der Sarkasmus kam wohl nicht so rüber.
Wir im Thüringer Land hier hatten zwar keine direkte "Mauer", aber eben auch "unseren" Schutzwall.
Heiko
Robert Schröder
15. Oktober 2011, 12:42
Die Berliner Mauer war allein schon deshalb Unrecht, weil Ost-Berlin rechtlich gesehen kein Bestandteil der "DDR" war.
Ergo hätte die sog. Staatsgrenze gar nicht in Berlin errichtet werden dürfen, denn auch für den Ostsektor galt der Viermächtestatus, der nur im gegenseitigen Einvernehmen der vier Siegermächte des 2. Weltkrieges geändert werden konnte. Dies ist aber nicht geschehen! So wurde der Ostteil Berlins von westlicher Seite nie als Hauptstadt der "DDR" anerkannt, weshalb die Bundeskanzler Willy Brandt und Helmut Schmidt bei ihren "DDR"-Staatsbesuchen in den Jahren 1970 bzw. 1981 nicht in Ost-Berlin, sondern in der "DDR" auf ihre ostdeutschen Gesprächspartner Willi Stoph und Erich Honecker trafen.
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