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Corinna Glasbrenner
27. September 2008, 20:06
@ Tilman Baumann: Vielleicht waren die Begriffe in den 90ern schon wieder modern, aber ich stimme Serge zu, dass man in den 70ern eher Schulmappe und Federtasche als Ranzen und Mäppchen gesagt hat. Aber vielleicht sind das ja auch regionale Unterschiede? Obwohl dem Nachnamen nach Serge aus
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Frederik Thormaehlen
23. September 2008, 17:53
Ich glaube, dass es sich bei dem Hund im McNeill Logo um einen Yorkshire Terrier und nicht um einen Chihuahua handelte. Ich hatte übrigens einen olivgrünen Scoutranzen und bedauerte ebenfalls die McNeill Träger.
Johann Schleifer
23. September 2008, 18:18
Naja. Die Vermutung, daß jemand der sich über seinen (Scout)ranzen definiert, in der Schule nicht so gut aufgepasst hat, bestätigt sich im Artikel selber: Die meisten Kinder können Chihuahuas und Yorkshire-Terrier ganz gut unterscheiden. Oder können es wenigstens später mal.
Daniel Radi
23. September 2008, 21:15
Ich hätte mir noch einen Verweis auf den Berkley von JackWolfskin gewünscht. DAS Transportmittel der Wahl in den Neunzigern. Auch wenn er nicht im Dunkeln leuchtet.
Andreas Tang
24. September 2008, 07:52
Mit höchstem Vergnügen habe ich Ihren Bericht gelesen. Sofort erinnerte ich mich an all die schönen Grundschulzeiten und natürlich auch das Markenhickhack das es damals schon gab. Bei uns allerdings waren die Scouts verpönt, McNeill war der absolute Favorit. Genauso wie es bei den Füllern war. Die Pelikan-Poser gegen die GeHa-Streber und die Lamy-Snobs...
Waren das Zeiten...
Gerald Sandeck
24. September 2008, 08:00
Das Logo von McNeill zeigt tatsächlich einen Yorkshire-Terrier und keinen Chihuahua:
http://www.mcneill.de/index.php?seid=41
Valentin Schneider
24. September 2008, 09:34
Ranzenhistorisch gesehen erleben wir einen wahren Bruch in den frühen 90er Jahren. Der Grund dafür: eine magische Kombination aus einer Zahl und drei Buchstaben - 4YOU. Dieser Wandel der Zeit, diese Wende, wurde am auffälligsten beim Übergang von der Grundschule zum Gymnasium: all die, die vor den Sommerferien noch mit den coolsten und buntesten Scout-Taschen prahlten, kamen jetzt plötzlich mit den allerneusten 4You-Teilen daher. Ein Traum von einem Ranzen! Schon fast ein ernstzunehmender Rucksack war das ja! Wer da ab Klasse 5 noch mit dem plötzlich kindlich wirkendem Scout-Ranzen auf die Schulhofsbühne trat, wurde regelrecht verspottet. Harte Zeiten waren das...
Oliver Pritzkow
24. September 2008, 10:34
Schön, dass der Osten wieder komplett ausgeblendet wurde. Hier gab es diese 'Probleme' nicht. Wir alle hatten Vollnarb-Lederranzen, die dann Mitte der 80er Jahre Aktenkoffern wichen, die man aber cool unter dem Arm trug. Rucksäcke waren damals voll uncool, da sie noch immer im Schottenkaro-Look und in Sackform daherkamen. Verboten waren sie außerdem, da die Buchecken Schaden nahmen.
André Leichtfuß
24. September 2008, 13:08
An dem Artikel ist einiges Wahres dran. Ich gehörte damals zur Amigo-Fraktion. Damals fand ich das total doof und habe die Scout-Träger beneidet. Im Nachhinein war ich aber sehr stolz auf meinen Rot-weiß-orange-gelben Amigo denn wir wahren die Punks des Schulhofs, die das Statussymbol Ranzen einfach ignoriert haben. Das ist natürlich nostalgischer Selbstbetrug. Mama und Papa haben einfach den Amigo gekauft, weil er billiger war. Aber das hätte man ja nie zugegeben.
Tilman Baumann
24. September 2008, 14:05
Ich habe neulich erst gelernt das die Marke des Schulranzens eine Rolle spielt. Ich finde das Konzept absolut grausam. Ich war stolz auf meinen Leder-Schulranzen mit schwarz weiß gestreiftem Kuhfell den ich mit meiner Mutter extra im Lederfachgeschäft in Basel ausgesucht habe.
Als ich älter war nur noch einen abgewetzten Lederranzen ohne Fell. Das es Andere interessieren könnte, was ich für einen Schulranzen habe ging mir das erste mal auf als mich jemand in meinen älteren Teen-Jahren jemand anerkennend zu dem Hanfblatt auf meinem Hanffaser-Ranzen äußerte.
Bei Klamotten habe ich mich aktiv gegen den Markendruck gewehrt. Ich hatte keine Lust mich bei meiner Mutter zu erniedrigen indem ich sie bitte irgendwelchen Modeerscheinungen nachzugeben und Klamotten selber kaufen war mir schon immer zuwider und kam mir ganz und gar pussyhaft vor.
Vielleicht muss man gesellschaftlicher Außenseiter sein um den Markendruck nicht mit zu beklommen, oder man wird zum gesellschaftlichen Außenseiter _weil_ man den Markendruck nicht wahrnimmt. :)
Dieses Leben hat mir viel Leid gebracht, aber ich hatte das Gefühl das mein persönliches Gefühl von Integrität das Wert ist. Mit Leuten die mich für Angepasstheit mögen wollte ich noch nie was zu tuen haben.
Serge Kräutle
24. September 2008, 23:43
Dass es in den 70er Jahren (=meine Grundschulzeit) schon darauf angekommen sein sollte, mit bestimmten Marken aufzufallen, um 'cool' zu sein, ist mir neu.
Das gab's in meiner Schule nicht. Der Autor des Beitrags hätte allerdings --
trotz seines Scouts -- als absolut uncool gegolten, denn Wörter wie "Ranzen"
oder "Mäppchen" waren bereits 1970 ausgestorben und wurden bestenfalls
von Omas und Opas noch benutzt.
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