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Vincent Truppe
5. April 2009, 22:29
Hallo Andrew,
ich habe mich über Deinen Beitrag sehr gefreut. Den hab ich übrigens genauso gründlich gelesen wie den Artikel, den ich recht gut finde.
Ich kann mich über Deserteure und Fahnenflüchtige leider nur bedingt freuen. Das kommt eben immer auf die
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Vincent Truppe
3. April 2009, 15:51
Eines Tages schreibt der Spiegel vielleicht über deutsche Helden, die für Deutschland Gutes getan haben, anstatt über Amerikaner, die Gutes für die freie Welt gegen Deutschland getan haben.
Auf die Gefahr hin, von der Redaktion und der restlichen Leserschaft falsch verstanden zu werden, muss ich gestehen, dass ich die konvertierten Ski-Helden zwar respektiere, aber nicht bewundere.
Meine Bewunderung würde deutschen Soldaten gelten, die Deutschland und seine heutigen Werte verteidigen und dafür siegen, ohne dass man ihre Leistungen verstecken muss, weil es einen schlechten Beigeschmack hat. Nach 60 Jahren erfolgreicher und eigenverantwortlicher Aufrechterhaltung demokratischer Werte und einer erfolgten Wandlung von alliierter Vormundschaft in Partnerschaft auf Augenhöhe ist es vielleicht irgendwann deutschen Mitbürgern aller Hautfarben und Herkünfte möglich, die eigenen Soldaten für eine gute Sache zu bewundern anstatt fremde.
Es würde mich freuen, wenn dieser Beitrag zur Diskussion zugelassen wird und nicht ideologisch missdeutet wird. Vielleicht ergibt sich ein fruchtbarer Diskurs.
Es grüßt Sie
Vincent Truppe
Florian Geier
4. April 2009, 11:15
Die Heroisierung der US-Truppen wirkt vor dem Hintergrund ihres Desasters in Afghanistan und Irak nur noch skurril. Offenbar will der Verfasser den Vorwurf des Antiamerikanismus mit einer solchen Heldengeschichte abwehren.
Vielleicht sollte man bei der Gelegenheit einmal Publikationen des israelischen Wissenschaftlers Martin van Crefeld heranziehen, die den Wehrmachtssoldaten den höchsten Kampfwert unter allen nennenswert am 2. Weltkrieg beteiligten Armeen attestieren und die US-Truppen hinter Japaner, Briten, Franzosen und Italiener einordnen. Spitze waren demnach lediglich die US-Luftwaffe und die zahlenmäßig weit überlegene Marine, vgl. http://www.google.de/search?hl=de&safe=off&rlz=1T4GGLL_de&num=50&q=martin+crefeld+wehrmacht+deutsche&meta=
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Andrew Cardoso
4. April 2009, 12:40
Vielleicht sollte die Truppe namens Vincent erstmal den Artikel lesen.
>Eines Tages schreibt der Spiegel vielleicht über deutsche Helden, die für Deutschland Gutes getan haben, anstatt über Amerikaner, die Gutes für die freie Welt gegen Deutschland getan haben.
Im Artikel ist eindeutig die Rede von Deutschen (und Österreichern) die für Deutschland Gutes getan haben, in dem sie die Nazis und ihre Wehrmacht bekämpft haben.
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>Auf die Gefahr hin, von der Redaktion und der restlichen Leserschaft falsch verstanden zu werden, muss ich gestehen, dass ich die konvertierten Ski-Helden zwar respektiere, aber nicht bewundere.
Diese Leute sind nicht "konvertiert", sie wurden vertrieben. Wenn sie geblieben wären, wären sie ermordert worden.
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>Meine Bewunderung würde deutschen Soldaten gelten, die Deutschland und seine heutigen Werte verteidigen und dafür siegen, ohne dass man ihre Leistungen verstecken muss, weil es einen schlechten Beigeschmack hat.
Wessen Werte wo? Die deutsche Freiheit am Hindukusch? Lächerlich. Deutsche Schiffe (unter Billigflaggen mit philippinischer Besatzung) am Horn von Afrika? Kanonenbootpolitik wie bei Willy Zwo
Nach 60 Jahren erfolgreicher und eigenverantwortlicher Aufrechterhaltung demokratischer Werte und einer erfolgten Wandlung von alliierter Vormundschaft in Partnerschaft auf Augenhöhe ist es vielleicht irgendwann deutschen Mitbürgern aller Hautfarben und Herkünfte möglich, die eigenen Soldaten für eine gute Sache zu bewundern anstatt fremde.
Wenn man schon jemand zum bewundern braucht: Ich bewundere Feuerwehrleute und Rettungssanitäter. Und, um beim Thema 2. Weltkrieg zu bleiben: Ich bewundere Deserteure und Befehlsverweigerer.
>Es würde mich freuen, wenn dieser Beitrag zur Diskussion zugelassen wird und nicht ideologisch missdeutet wird. Vielleicht ergibt sich ein fruchtbarer Diskurs.
>
>Es grüßt Sie
>Vincent Truppe
Vincent Truppe
5. April 2009, 22:29
Hallo Andrew,
ich habe mich über Deinen Beitrag sehr gefreut. Den hab ich übrigens genauso gründlich gelesen wie den Artikel, den ich recht gut finde.
Ich kann mich über Deserteure und Fahnenflüchtige leider nur bedingt freuen. Das kommt eben immer auf die Umstände drauf an. Unter den gegebenen Umständen ist bei mir Respekt auf jeden Fall drin, Bewunderung nicht.
Bewundern tu ich Herrn Reich-Ranicki und all die jüdischstämmigen Deutschen, die ihr Leben nach dem Holocaust doch tatsächlich der deutschen Sprache (!) gewidmet haben. Da kommen mir ehrlich fast die Tränen hoch. Deshalb verteidige ich auch regelmäßig den hochempflindlichen Zentralrat der Juden in Deutschland. Die dürfen so feinnervig sein sein, weil sie ja Deutsche sind, die immer noch zu dem Land halten, welches solchen Horror über ihre Familien gebracht hat. Ich würde viel mehr mosern und schreien, wenn man meinen Patriotismus so mit Füßen getreten hätte wie man es damals mit der deutschen Elite jüdischer Abstammung gemacht hat.
Und ja, ich bewundere jeden, der zu seiner Meinung steht, Pazifisten, Feuerwehrleute und Sanis eingeschlossen. Ich bewundere zudem aber auch den einen oder anderen Helden in deutscher Uniform, nicht nur Stauffenberg. Auch Helmut Schmidt zum Beispiel. Oder Loriot. Sie haben tapfer das Grauen ertragen und ihre Pflicht getan bevor sie sich in einer demokratischen Gesellschaft endlich selbst verwirklich konnten.
Ich will für Deutschland keinen Platz an der Sonne wie Willy Zwo. Ich will, dass deutsche Soldaten dabei helfen, die Sonnenstrahlen an diejenigen zu verteilen, die noch im Dunkeln sitzen müssen. Zur Not auch mit der Waffe. Und dafür will ich unsere Soldaten halt bewundern dürfen. Genauso wie Sanis und Feuerwehrleute.
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