Ella Carina Werner verpasste als Kind nur ungern die abendliche Verwandlung ihrer Mutter im Badezimmer. Sie verteilte die bronzefarbene Tönungscreme auf Gesicht, Armen und Bauch. Sie malte ihre Lippen rot, die Augen schwarz und klebte sich falsche Wimpern an. Wenn die Tochter ihr schließlich den BH zuhaken durfte, der mit schimmernden Pailletten und Steinchen übersät war, und sie aus ihren Hausschlappen stieg, war ihre Erscheinung perfekt. Das war nicht mehr ihre Mutter, die sie aus schwarz umrandeten Augen anblitzte, ihr durch die Haare fuhr mit falschen Fingernägeln! Traumhaft schön, aber auch unnahbar, blieb sie der Tochter in diesem Aufzug immer ein wenig fremd.