Am 22. September wies Erich Honecker nach längerer Krankheit an, "daß diese feindlichen Aktionen im Keime erstickt" werden sollten. Drei Tage später zogen 5.000 Menschen erstmals über den Leipziger Ring. Nach dem Friedensgebet versperrten Polizeiketten wieder die Straßen zum Markt. Daher bewegte sich die Menge zum Karl-Marx-Platz (heute Augustusplatz), vereinigte sich mit den Wartenden in den Nebenstraßen und demonstrierte auf dem Leipziger Ring bis zum Kaufhaus Konsument. Die Polizeikräfte griffen nicht ein, da sie auf eine solche Situation nicht vorbereitet waren.