Die Pionierzeit des amerikanischen Films fiel genau in den Beginn des Krieges zwischen Spanien und den Vereinigten Staaten. Auslöser für den bewaffneten Konflikt war die Sprengung des US-Kriegsschiffs "Maine" in kubanischen Gewässern im Jahre 1898. Die 200 Mann Besatzung starben vor den Ufern der spanischen Kolonie - ganz Amerika war empört. Als eine Seeschlacht losbrach, waren die beiden Dokumentarfilmer J. Stewart Blackton und Albert E. Smith dabei. Doch sie konnten keinen einzigen Meter Film aufnehmen - die amerikanischen Soldaten hielten die Filmkamera für eine feindliche Geheimwaffe. Kein Problem für Blackton und Smith: Zurück zuhause drehten sie die Seeschlacht einfach mit Schiffsmodellen in einem Badezuber nach. Den Rauch der Schlacht paffte Blacktons Frau per Zigarette in den Bottich. Mit durchschlagendem Erfolg: Sogar das spanische Kriegsministerium besorgte sich für viel Geld eine Kopie der vermeintlichen Dokumentation. Warum? Weil sie angeblich den hartnäckigen Widerstand der Spanier beweise.
//Das Bild zeigt keine Szenen aus der Dokumentation, sondern das Wrack der Maine, deren Sprengung der Auslöser für die Seeschlacht zwischen Spanien und der USA war.//