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Der erste Horrortrip
AFP
Der erste Horrortrip

Zu Lebzeiten nannte der Pharmakologe den von ihm entdeckten Stoff sein Sorgenkind. Auf der Suche nach einem Kreislaufstimulans tröpfelte sich der Chemiker Albert Hofmann am 16. April 1943 eine Flüssigkeit auf die Haut und nahm so im Selbstversuch eine winzige Menge des eben synthetisierten Lysergsäurediäthylamids auf. Als Folge erlebte er einen rauschartigen Zustand und eine merkwürdige Unruhe. Dieser Effekt beschäftigte ihn. Drei Tage später machte er den Versuch mit einer größeren Menge und erlebte den ersten LSD-Trip der Menschheitsgeschichte. "Bei geschlossenen Augen (...) drangen ununterbrochen fantastische Bilder von außerordentlicher Plastizität und mit intensivem, kaleidoskopartigem Farbenspiel auf mich ein", notierte Hofmann später. In diesem Zustand nahm er das Fahrrad und fuhr vom Labor nach Hause - und kam dort auf einen Horrortrip: "Alles im Raum drehte sich, und die vertrauten Gegenstände nahmen groteske, meist bedrohliche Formen an. Die Nachbarsfrau, die mir Milch brachte, erkannte ich kaum wieder. Das war nicht mehr Frau R., sondern eine bösartige, heimtückische Hexe mit einer farbigen Fratze."



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