Als der internationale Rennzirkus ab 1951 wieder in der Eifel auf dem Nürburgring gastiert, ist die Formel 1 noch Sport für ein paar harte Männer. In der Boxengasse schrauben ölverschmierte Mechaniker direkt vor den Augen der Zuschauer, und auf der Strecke lauert noch regelmäßig der Tod. Vierzig Jahre später ist die Formel 1 ein Massenspektakel und ganz Deutschland im Schumacher-Fieber - Millionen Zuschauer verfolgen die Siegesfahrten des Rekordweltmeisters aus Kerpen. Spannend ist das kaum noch. Die Autos sind vollgestopft mit Technik, die der Fahrkunst der Piloten nachhilft, und so sicher, dass selbst Unfälle bei Tempo 250 nur noch Prellungen bedeuten. In den Boxen sieht es aus wie in einem Operationssaal. Die Fahrer flüchten sich, abgeschirmt von Bodyguards und Pressesprechern, sofort in die Anonymität abgedunkelter Wohnmobile zu ihren Ehefrauen.