Amerikanische Gesandtschaft an das U.S. State Department, 1. April 1943: "Eine Quelle, die als vertrauenswürdig betrachtet wird, hat berichtet, dass Handlungen gegen jüdische Frauen und Männer seitens der Gestapo, in meinem Telegramm No. 1597 berichtet [bezieht sich auf Verhaftungen und Zwangsdeportationen von Juden in Berlin], ... wegen aufkommendem Protest gegen diese Handlungen vor einiger Zeit abgebrochen werden mussten."
Ich fand dieses Dokument in den Nationalen Archiven (Washington, D.C.) im Oktober 1985 und habe es in verschiedenen Veröffentlichungen über den Rosenstraße-Protest seitdem veröffentlicht. Dennoch hat keiner der deutschen Historiker, die bestritten haben, dass der Protest der Rosenstraße jenen Einfluss hatte, es jemals erwähnt.
Die Topographie des Terrors gibt auch auf ihrer Website an, dass der Protest keinen Einfluss hatte. Für ein Ausstellung baten sie mich um Fotographien von Elsa Holzer aus meinem Buch "Widerstand des Herzens". Jedoch wollte das Museum nicht die Beschreibung des Protests von Elsa dazu drucken. Elsa war überzeugt, dass der Protest das Leben ihres Mannes gerettet und die Gestapo veranlasst hatte, ihn und den anderen zu befreien.