Zur Geburt der Automobilmarke Mercedes-Benz - den Kinderschuhen noch nicht richtig entwachsen, bringt der Erste Weltkrieg die Automobilindustrie in Talfahrt. Die Wirtschaft liegt mehr oder weniger am Boden. Zu Beginn der Zwanziger Jahre setzt zudem eine Inflation ein, die viele Unternehmen an den Rand des Ruins bringt. Um den Mini-Markt von begüterten Autokäufern ringen zu der Zeit allein in Deutschland rund 80 Automobilfirmen (1928 werden davon nur noch 17 übrig sein).
Zwei Unternehmen, deren technische Genies vorher jahrzehntelang getrennt und konkurrierend Pionierarbeit in der Motorisierung vollbracht hatten, kooperieren ab Mitte der zwanziger Jahre. Nach langwierigen Verhandlungen fusionieren die Daimler-Motoren-Gesellschaft, gegründet von Gottlieb Daimler (1834 - 1900) und die Benz & Cie von Karl Benz (1844 - 1929). Sie geben sich das "Ja-Wort" in der Gesellschafter-Versammlung am 29. Juni 1926. Es entsteht die "Daimler-Benz Aktiengesellschaft", mit Hauptsitz in Stuttgart-Untertürkheim.
Ansprüche an den neuen Markennamen
Jeder der beiden Partner legt Wert darauf auch im Markennamen und Markenzeichen verewigt zu sein. "Benz" liegt schnell auf der Hand. "Daimler" als Teil der Marke kommt hingegen letztlich nicht in Frage, da Gottlieb Daimler Rechte an diesem Namen bereits in Verbindung mit Daimler-Motoren ins Ausland verkauft hatte. Die Würfel fallen also für "Mercedes". Das neue Markenzeichen für "Mercedes-Benz" findet grafisch ab 1928 seine Vollendung. Der Kunstmaler und Gebrauchsgrafiker Edward Cucuel (1875 - 1954) setzt in dieser Zeit die Mercedes-Benz Werbung kunstvoll in Szene.