Als der 23-jährige Horst Rothkegel im Oktober 1944 seine Stelle als Kaplan der Herz-Jesu-Kirche in der Fehrbelliner Straße 99 im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg antrat, übernahm von seinem Vorgängers auch die Versorgung des im Keller versteckten Erich Wolff. Der beinamputierte Wolff, der seit September 1942 im Untergrund lebte, hielt sich zumeist im Heizungskeller der Herz-Jesu-Kirche versteckt. Da die Kirche nicht geheizt werden durfte, war der Keller relativ sicher.