Durch Zufall gelang es Alice Löwenthal, ihre knapp vier und sechsjährigen Töchter bei einer unbekannten Frau in Weimar unterzubringen, die sie als ausgebombte Flüchtlingskinder ausgab. Sie selbst kehrte nach Berlin zurück, um unter höchster Gefahr und enormen Entbehrungen Lebensmittelmarken und Geld zu beschaffen und nach Weimar zu schicken. Ab Ende 1943 kam sie erneut in Strausberg bei Luise Nickel unter und musste so immerhin nicht mehr dauernd Verstecke wechseln. Dass ihre kleinen Töchter im Sommer 1944 verraten und nach Auschwitz deportiert worden waren, erfuhr Alice Löwenthal erst nach Kriegsende.