Ella und Inge Deutschkron kamen in einer Steinhütte unter, die zum Einfamilienhaus von Frau Fabig in der Potsdamer Arbeitersiedlung "Eigenheim" gehörte und die früher als Ziegen- oder Kaninchenstall und als Waschküche benutzt worden war. "Ja, wenn Sie glauben, dass Sie darin wohnen können...", waren die Worte der Vermieterin - die nicht ahnte, dass sie ihre Hütte gegen ein geringes Entgelt Illegalen überließ - die Deutschkrons hatten sich als ausgebombte Berlinerinnen mit Namen Richter ausgegeben. Jeden Morgen fuhren Mutter und Tochter nach Berlin, wo sie mit Hilfe von Freunden unter falschem Namen Arbeit fanden; am Abend kehrten sie nach Potsdam in ihren Ziegenstall zurück.