Jakub Müller (vorne sitzend mit Hut und Zigarette) im Mai 1947 vor dem Denkmal bei einer Gedenkveranstaltung für die bei der sogenannten Mai-Exekution 1942 ermordeten Juden. Ende April/Anfang Mai 1942 waren in Nowy Sacz zunächst 300 bis 400 als intellektuell geltende Juden als angebliche Kommunisten ermordet worden. Die Exekutionen fanden auf dem jüdischen Friedhof statt und wurden vom Leiter des Grenzpolizeikomissariats, SS-Obersturmführer Heinrich Hamann, befehligt. Im Anschluss an diese Hinrichtungen zogen betrunkene SS-Männer durch das Ghetto und ermordeten weitere 80 Juden auf bestialische Weise. Rechts neben Jakub Müller ist als Kind Anda Rottenberg zu sehen, deren Lebenserinnerungen "Prosze bardzo" ("Bitte sehr") in Polen derzeit ein Bestseller sind.