Juden wurden im Laufe der Geschichte wie kaum eine andere Gruppierung immer wieder zum Opfer von Verschwörungstheorien. Beginnend mit Verfolgungswellen in Europa in Folge angeblicher "Brunnenvergiftungen" durch jüdische Gemeinden während der Pestpandemie des 14. Jahrhunderts nahm eine lange Folge von konspirativen Schuldzuweisungen und blutigen Verfolgungswellen ihren Lauf. Entmachtete französische Adlige hielten sie für die Drahtzieher hinter der französischen Revolution, und das nationalsozialistische Regime Hitlers stützte seinen systematischen Massenmord an Juden auf Verschwörungstheorien eines angeblichen "Weltjudentums", das einzig das Ziel der Ausrottung der "arischen Herrenrasse" verfolge.
Das Bild zeigt Oberrabbiner Israel Meir Lau (2.v.l.) 2007 in Berlin in der Synagoge des neuen jüdischen Bildungszentrums Szloma-Albam-Haus und Rohr Chabad Zentrum zusammen mit Oberrabbinern.