Wer viel über sein Gegenüber herausfinden will, wird mehr intime Details erfahren, wenn er auch etwas von sich selbst preisgibt. Klingt wie Küchenpsychologie, funktioniert aber - sogar im Dialog zwischen Mensch und Maschine. Das hat die Psychologin Youngme Moon von der Harvard University im Jahr 2000 in einem ebenso absurden wie erstaunlichen Experiment herausgefunden.
Ihre Probanden mussten am Computer elf persönliche Fragen beantworten. Etwa: Was war die größte Enttäuschung in Ihrem Leben? Oder: Was sind Ihre Gefühle gegenüber dem Tod? Ein Teil der Versuchsteilnehmer gaben einfach Frage für Frage in den PC ein, bei den anderen ging jeder Frage ein kurzer Text mit Informationen über den Computer voraus. Vor der Frage "Wann waren Sie das letzte Mal sexuell erregt?" zum Beispiel "verriet" der Computer folgendes über sich: "Vor einigen Wochen kam ein Benutzer hierher und brauchte diesen Computer, um ein digitales Video zu schneiden. Das hatte noch nie jemand auf diesem Computer gemacht." Und tatsächlich: Gab der PC vorher auch etwas über sich preis, waren die Antworten stets detaillierter, länger und persönlicher.
Apple-Firmengründer Steve Jobs hält einen der ersten iMacs im Arm.