"Regierungserlaß vom 5. Januar 1871, betreffend die Dispensationen vom Schulbesuch sowie die Ausführungs-Instruction. 1871. Schleswig."
Der sehr unregelmäßige Schulbesuch in den ländlichen Volksschulen zieht sich durch das ganze 19. Jahrhundert. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren noch 20 % der schulpflichtigen Kinder im Sommer für Erntearbeiten in der Landwirtschaft "dispensiert". Erst 1910 vermerken die Schulchroniken von Schwienkuhl und Lensahn, dass "im Sommer keine Schüler für ländliche Arbeiten dispensiert" waren. Im Ersten Weltkrieg war allerdings an einen geregelten Unterricht im Sommer nicht zu denken: "Die Dispensation für landwirtschaftliche Arbeiten war so groß, dass an einen fördernden Unterrichtsbetrieb nicht zu denken war."