Anders als andere DDR-Untergrundzeitschriften verzichtete der "Grenzfall", herausgegeben von der "Initiative für Frieden und Menschenrechte" (IFM), darauf, sich das Plazet der Kirchenführung zu holen - und damit auf eine gewisse Legalität als "innerkirchliche" Publikation. Bei der Razzia in den Räumen der Berliner "Umweltbibliothek" am 25. November 1988 wollte die Stasi die eigentlich die Macher des "Grenzfall" erwischen - und damit auch die Kirche unter Druck setzen, weil diese in ihren Räumlichkeiten die Herstellung "illegaler Druckerzeugnisse" zuließ. Tatsächlich wurden zum Zeitpunkt der Durchsuchung aber die "Umweltblätter" gedruckt, der als "innerkirchliche" Zeitschrift zugelassen war.