Die als "Rote Hilde" bekannte Vizepräsidentin des Obersten Gerichts der Sowjetzone, Hilde Benjamin, wurde 1953 nach der Amtsenthebung des Justizministers Max Fechner mit dessen Posten betraut. Fechner wurde "republikfeinliche Tätigkeit" vorgeworfen. Benjamin wurde in der DDR im Volksmund auch die "Rote Guillotine" oder "Blutige Hilde" genannt, da sie für eine Reihe von Todesurteilen mitverantwortlich war.