Mein Führerschein schlummert seit nunmehr 22 Jahren im Portemonnaie vor sich hin und löst sich dort still und langsam in seine Bestandteile auf. Da seit meiner letzten Verkehrskontrolle auch schon gut 15 Jahre vergangen sind, stellt dieser Alterungsprozess eigentlich kein Problem dar.
Problematisch wird es allerdings, wenn man, wie ich im letzten Jahr im Spanien-Urlaub, mit diesem Stück Restpappe am Flughafen einen Leihwagen mieten möchte. Da muss man dann schon etwas Zeit und Geduld mitbringen, um dem Mitarbeiter der Verleihfirma zu verdeutlichen, dass man erstens tatsächlich die Person auf dem Passbild ist und dass zweitens, ja, dieses Stück Stoff tatsächlich noch dazu berechtigt, Fahrzeuge zu benutzen.
Aber bevor ich den liebgewonnenen Lappen jetzt jedoch aufs Altenteil abschieben und ihn gegen ein modernes, rosa Plastikkärtchen eintauschen muss, nehme ich diese kleinen Unannehmlichkeiten gerne in Kauf. Ich fürchte mich allerdings schon etwas vor der nächsten Verkehrskontrolle und dem verdutzten Gesicht der Polizisten und bezweifle, dass sie so verständnisvoll sind wie Mitarbeiter spanischer Autoverleihfirmen.