Wenige Wahlkämpfe polarisierten die Repulik so wie der für die Bundestagswahl 1980. Zur Wahl standen mit den kühl-pragmatischen SPD-Kanzler Helmut Schmidt (SPD) und seinem polternd-erzkonservativen CSU-Herausforderer, dem bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß, zwei krasse Gegensätze - menschlich, politisch und landsmannschaftlich. Die Kampagne der Union ("Freiheit statt Sozialismus") versuchte, die SPD als verkappte Marxisten anzugreifen - wie in diesem Aufkleber, der Herbert Wehner, Willy Brandt und Helmut Schmidt in Anlehnung an gängige kommunistische Darstellungen von Marx, Engels und Lenin karrikierte. Am Ende blieb Strauß der Erfolg versagt, Schmidt gewann die Wahl und blieb im Amt.