Regisseur Tod Browning engagierte für seinen Film "Freaks" Menschen mit echten Missbildungen, die er von Rummelplätzen und Zirkussen geholt hatte. Eigentlich wollte Browning damit mehr Verständnis für Andersartigkeit schaffen. Doch als der Film 1932 in die Kinos kam, löste er einen Riesenskandal aus. "Freaks" musste schließlich um ein Drittel gekürzt werden und war dennoch in Großbritannien und in einigen Staaten der USA verboten.
In dieser Szene aus "Freaks" tanzt das Vogelmädchen Koo-Koo während einer Hochzeitsfeier im Federkostüm auf dem Tisch. Im wahren Leben hieß Koo-Koo Minnie Woolsey. Sie war 1880 blind und mit Knochen-Missbildungen auf die Welt gekommen. Auf Jahrmärkten wurde sie als das "Mädchen vom Mars" angekündigt, das stundenlang regungslos auf einem Stuhl sitzen konnte - ohne auch nur mit der Wimper zu zucken.