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1985

"Ich bin Larry, euer Freund"

Talkshow-Legende



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Ahmadinedschad bei Larry King
Völkermord-Talk mit Ahmadinedschad: Eine der bizarrsten Sendungen war Larry Kings Interview mit Mahmud Ahmadinedschad im Oktober 2008. Kurz zuvor hatte der iranische Präsident erneut den Holocaust in Frage gestellt und weltweit für Empörung gesorgt. "Ich mache es jetzt persönlich, normalerweise tue ich das nicht", begann King. "Ich bin Jude. Ich habe Verwandte, die ermordet wurden - wie können Sie abstreiten, was eine Tatsache ist?"

Es entsponn sich ein Gespräch, das diesen Namen nicht verdient hat. Ahmadinedschad wich aus, streute aber fein lächelnd seine Zweifel. "Wenn der Holocaust stattgefunden hat", sagte er, dann müsse man andere Fragen stellen. Zur Rolle des "zionistischen Regimes" etwa. Oder zur historischen Forschung in Europa, die nicht frei sei. Und dem "Völkermord in Palästina". Der Präsident bekam die Plattform, die er sich gewünscht hatte. Zwar hakte King ungewohnt hartleibig nach und versuchte viermal, von Ahmadinedschad eine einfaches "Ja" oder Nein" auf die Frage nach dem Holocaust zu entlocken. "Warum wollen Sie mir Ihre Sichtweise aufzwingen?", ätzte der Präsident zurück. King rettete sich in die Werbepause.




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