| Geisterfahrer: "Eigentlich war ich in der Fahrschule Herrn Wolfs Liebling. Sein größtes Talent, wie er immer sagte. Fünf Fahrstunden weniger als andere hätte ich nur nötig, meinte Herr Wolf. Und so kam der große Tag der Prüfung schon sehr schnell. Und ich versagte kläglich... In der irrigen Annahme mich auf einer zweispurigen Straße zu befinden, ordnete ich mich auf der Gegenfahrbahn links ein. Schließlich sollte ich ja bald links abbiegen. So fuhren wir eine Weile als Geisterfahrer - unbemerkt von mir, denn schließlich kam uns ja niemand entgegen. Es hätte mich wundern sollen, dass Herr Wolf und vor allem der Prüfer auf einmal so schweigsam waren. Ich war aber zu nervös, um solche subtilen Signale zu bemerken. Als das erste Auto kam, griff Herr Wolf mir sehr aufgeregt ins Lenkrad. Das war's dann. Herr Wolf war sehr wütend und hielt mir danach eine Standpauke, weil er nicht fassen konnte, dass ich, sein größtes Talent, so einen Mist gebaut hatte. Also machten wir dann doch noch die fünf Fahrstunden, die ich mir eigentlich hätte sparen sollen. Dafür wusste ich meinen rosa Lappen umso mehr zu schätzen, als ich ihn beim zweiten Versuch dann endlich bekam. |
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