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Wiederbelebung per Wippe
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Wiederbelebung per Wippe: Es muss ein gespenstischer Anblick gewesen sein. Eine Leiche war mit dem Gesicht nach unten auf einer Art Wippe festgeschnallt (Bild). Ein Mann schaukelte sie langsam und gleichmäßig auf und ab. Doch das seltsame Ritual war kein Voodoo-Zauber und diente auch nicht der Belustigung des Toten - es sollte ihn zum Leben erwecken.

Robert E. Cornish, Wissenschaftler an der Universität Berkeley, hoffte mit diesem Verfahren den Blutfluss von Verstorbenen anzuregen, und sie so quasi zurück ins Leben zu wippen. Er begann 1932 mit seiner Forschung und betrieb sie bis zu seinem Tod 1963. Immerhin, Hollywood drehte nach dem Vorbild dieses unter Kollegen als wahrhaft verrückt geltenden Wissenschaftlers 1935 den trashigen Horrorstreifen "Life Returns". Cornish aber zog sich immer mehr aus Forscherkreisen zurück und verlegte sein Labor in seine Garage. Geld verdiente er mit dem Verkauf einer von ihm erfundenen pulverförmigen Zahnpasta. Nachbarn sollen sich in dieser Zeit immer wieder beschwert haben, dass Hunde und Schafe aus dem Labor entliefen oder merkwürdige Dämpfe von Cornishs Grundstück herüberzogen und dafür sorgten, dass die Farbe von den anliegenden Häusern abblätterte.


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