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Corbis
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Sterben auf LSD: Inwiefern verändert LSD die Wahrnehmung des Todes? Das fragte sich Dr. Eric Kast vom Mount Sinai Hospital Anfang der sechziger Jahre. Er wählte eine Gruppe von Menschen, die den Tod stets vor Augen hatte. Seine Probanden waren 80 Sterbenskranke, die nur noch Wochen oder Monate zu leben hatten. Ihnen verabreichte er eine tägliche Dosis von 100 Mikrogramm der halluzinogenen Droge. Mit erstaunlichen Ergebnissen: 90 Prozent gaben an, während des Experiments neue Einsichten über das Leben gewonnen zu haben. Mehr als siebzig Prozent fanden die Erfahrung angenehm, und 85 Prozent wollten das Experiment gar wiederholen. Kast notierte, dass die Testpersonen zwar weiterhin Schmerzen empfänden, sich aber weniger damit plagten. Er hatte die Patienten außerdem gebeten, ihren Zustand mit einer von drei Aussagen zu beschreiben:
1. "Ich möchte sterben, das Leben hat mir nichts mehr zu bieten." 2. "Ich möchte leben, aber es bedeutet mir nichts mehr." 3. "Das Leben ist toll, die Vorstellung vom Tod macht mir keine Angst." Während vor den Tests die meisten Patienten Antwort 1 wählten, setzte sich im Laufe des Experiments Antwort 2 unaufhaltsam durch. |
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