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Reuters/AP
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Angreifer mit Fernbedienung: José M.R. Delgado hat offenbar ein Faible für Inszenierungen. 1964 stellte sich der spanische Neurowissenschaftler in einer Arena in Cordóba einem Stier. In der einen Hand hielt er ein rotes Tuch, in der anderen einen kleinen Kasten mit ein paar Knöpfen drauf. Als das Tier auf ihn losschoss, ließ Cordóba das Cape fallen - und drückte einen Knopf. Der Stier stoppte abrupt seinen Angriff. Dann drückte er einen zweiten Knopf - wie durch ein Wunder drehte der brandgefährliche Wiederkäuer ab.
Der Doktor Doolittle der Neurowissenschaft steuerte das Tier durch Chips, die er in sein Gehirn implantiert hatte - und löste damit eine lautstarke Debatte aus. Kritiker vermuteten, dass die Gehirnkontrolle auf Knopfdruck der erste Schritt zur totalen Kontrolle des Menschen sei. Delgado machte dennoch weiter mit seinen Versuchen. Per Gehirnimplantat brachte er mit einer Fernbedienung Affen zum Gähnen oder Katzen zum Angreifen. Mit durchschlagender Wirkung: Noch heute bekommt der Wissenschaftler Jahr für Jahr Briefe, in denen Menschen behaupten, er würde ihre Gedanken kontrollieren. |
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