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Treffen sich drei Jesusse: Es klingt wie der Anfang eines fantastischen Witzes. Was passiert, wenn drei Menschen aufeinandertreffen, die sich für Jesus halten? Der Psychologe Milton Rokeach wollte es herausfinden und führte 1959 drei Männer, die sich für Gottes Sohn hielten, in der psychiatrischen Klinik in Ypsilanti, Michigan zusammen.
Zwei Jahre lang trafen sich Rokeach und die drei Christusse fast täglich zu Sitzungen. Dabei kam es mitunter zu interessanten Situationen. Einmal schlug der eine Jesus, den anderen, weil dieser behauptete, dass Adam ein Schwarzer gewesen sei. Doch von seiner Überzeugung, Jesus zu sein, ließ sich keiner von ihnen abbringen. Jeder hatte ein eigenes Konstrukt, warum die beiden anderen falsch lagen. Einer behauptete, dass in den anderen nur Maschinen sprechen würden. Der zweite meinte, die anderen wollten sich mit ihrer Behauptung nur wichtig machen. Und der Dritte nahm die anderen nicht ernst, weil sie schließlich Patienten einer psychiatrischen Station seien. Nach zwei Jahren brach der Psychologe das Projekt ab - ohne die drei Jesusse in ihren Überzeugungen erschüttert zu haben. |
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