Über einestages

1944-1945

Ein Waldversteck und das erste Stück Zucker

Kriegsende im Sauerland



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Unter Strom: Die Stadt Eschweiler, Heimat des Autors, ist von all zu großen Zerstörungen verschont geblieben, gemessen an den Nachbarstädten Jülich und Düren. Die Stromleitungen sind aber vielfach zerstört, aber dafür hatte "Vater Keuter" vorgesorgt. Wir waren im Sauerland evakuiert. Im Ort Wennigloh schlängelte sich ein Telefonkabel entlang der Straße und das hatte es ihm angetan. Er besorgte sich eine Kabeltrommel und mir eine kleine Zange und schickte mich dann ein ganzes Stück entlang des Kabels bis zum Dorfbrunnen, wo ich das Kabel mit der Zange durchkneifen musste. Vater Philipp selbst hatte am Haus meiner Großmutter gewartet und rollte dann das abgeschnittene Kabel auf die Trommel. Später, nach unserer Rückkehr nach Eschweiler, sollte uns das geklaute Kabel gute Dienste leisten: Es machte unseren Haushalt zum ersten in unserer Straße, der wieder Strom hatte. Mit dem Kabel aus Wennigloh verlegte mein Vater ein komplettes Stromnetz in unser Haus und "zapfte" - was natürlich verboten war - das städtische Elektrizitätsnetz an.


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