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Raymond Domenech
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Von einem anderen Stern: Erinnern Sie sich noch an Raymond Domenech? Der war bis 2010 französischer Nationaltrainer. In Frankreich nennen sie ihn auch "verrückter Professor". Wie jenseitig Domenech tatsächlich ist, offenbart die größte Leidenschaft des entraineurs. Domenech nämlich bedient sich der Astrologie, um die beste Aufstellung für seine Mannschaft auszutüfteln. Und wer jemals beim ersten Date nach dem Sternzeichen befragt wurde und kurz danach merkt, wie das Gespräch zügig dem Ende entgegensteuert, der kann sich vorstellen, wie sich Robert Pirès vorgekommen sein muss.

Dem Offensivspieler (und Skorpion) wurde von Domenech bedeutet, er habe keine guten Chancen im Nationalteam. Denn, sagte Domenech, er habe mit Skorpionen keine besonders guten Erfahrungen gemacht: "Die bringen sich am Ende alle gegenseitig um." Ein Faible zeigte der Trainer hingegen für Krebse wie Patrick Vieira, Zinedine Zidane, Fabien Barthez oder Eric Abidal - sie gelten, astrologisch betrachtet, als mannschaftsdienlich.

Der Rückgriff auf die Astrologie kam bei Domenech nicht von ungefähr. In seiner Zeit als Trainer bei Olympique Lyon hatte er hoffnungsvolle junge Spieler in seiner Mannschaft. Doch es wollte - damals noch in der 2. Liga - nicht so recht vorangehen. Als er eines Tages die Sternzeichen seiner Spieler aufschrieb, entdeckte er sieben Skorpione im Kader. Flugs musterte er bis auf einen Torwart und einen Stürmer alle aus - Lyon wurde Zweitligameister, stieg in die Ligue 1 auf und marschierte durch bis in den Uefa-Pokal.


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