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AFP
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Der größte Alptraum aller Zeiten: Paulo Moacyr Barbosa Nascimento, kurz Barbosa gerufen, hat in Brasilien tragische Popularität erlangt. Barbosa stand bei der WM-Niederlage von 1950 gegen Uruguay im Tor der Gastgeber. Das Spiel ging als größter anzunehmender Unfall, als nationale Katastrophe in die Fußballgeschichte ein. Bis heute hat es keine schlimmere Niederlage für die Seleção gegeben.
Die Schuld, die Barbosa am 16. Juli 1950 vor 200.000 Zuschauern im Stadion Maracana in Rio auf sich lud, war nach Meinung seiner Landsleute riesig. 1:1 stand es nach 70 Minuten, das hätte Brasilien gereicht, um erstmals Weltmeister im Fußball zu werden. Doch dann zog der Uruguayer Ghiggia Richtung Strafraum, Barbosa gab sein kurzes Eck frei, Ghiggia traf zum 2:1. Uruguay war Weltmeister. Nach der fürchterlichen Niederlage stand Barbosa nur noch einmal im Tor Brasiliens. Und auch wenn er zum besten Torhüter des Turniers von 1950 gekürt wurde, für seine Landsleute blieb er jener Mann, der Brasilien ins Unglück gestürzt hatte. Als er 1993 das Trainingslager der brasilianischen Nationalmannschaft besuchen wollte, verwehrte der Verband ihm den Zugang mit der Begründung, er bringe Pech. Dabei hatte er wirklich versucht, den Fluch für immer zu besiegen. Im Jahr 1963 lud Barbosa Freunde in sein im Norden von Rio gelegenes Haus zum Grillen ein. Die Gäste wunderten sich über die hochaufschießenden Flammen, den Geruch von Farblack und die großen Holzteile, die unter dem Rost brannten. Es waren Torpfosten. Die Pfosten jenes Tores, in das Alcides Ghiggia 13 Jahre zuvor zum 2:1 für Uruguay getroffen hatte. |
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