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Betrug am Piano: Ihre Geschichte klang zu rührend, um sie nicht glauben zu wollen. Die krebskranke Pianistin Joyce Hatto (hier mit dem Dirigenten Martin Fogel und dem Komponisten Walter Gaze Cooper im Juni 1954) wurde immer wieder für ihre virtuosen Einspielungen bejubelt. Dass niemand sie live spielen sah, begründete sie mit ihrer schweren Erkrankung - und wer wollte da schon einen Verdacht hegen? Nach ihrem Tod im Jahr 2007 wurde sie in Nachrufen als "britisches Nationaljuwel" gewürdigt.
Peinlich wurde es für die Kritikerwelt, als 2010 herauskam, dass Joyce Hattos Klavier-Interpretation in Wahrheit nur technisch aufpolierte, umetikettierte und kopierte Aufnahmen anderer Pianisten gewesen waren. Ihr Mann, ein Tontechniker, hatte sie unter ihrem Namen veröffentlicht - vermutlich mit ihrem Wissen. |
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