Veröffentlicht: 10.08.2010 Eingereicht von: Michael Neumann
Das Bild etwa von 1944 zeigt meinen Großvater Josef Lang, geboren am 2. November 1902 in Mauthaus (Böhmerwald, heute Tschechien), dort zuletzt auch wohnhaft. Er war Unteroffizier bei den Feldjägern und unterstand zuletzt der Standortkommandantur Pleskau. Die letzte Feldpostnummer lautete 44 130. Er gilt als vermisst seit dem 12. Februar 1945 im Raum Budapest (Ungarn). Er wurde auf Antrag meiner Großmutter, Maria Lang, im Jahr 1963 für tot erklärt.
Mich interessiert, wo die Aufnahme gemacht sein kann. Die Kakteen könnten ein Hinweis auf Südeuropa sein, wobei ich mir aber in keinster Weise sicher bin. Auch wenn der Ort nicht identifizierbar ist, wären mir Hinweise wichtig, ob es sich um ein Denk- oder Grabmal handeln kann.
Herr Neumann, es scheint, als würde es sich um ein Denkmal im Zusammenhang mit einem Theater handeln. Im linken Teil des Bildes findet sich eine antike (Theater-) Maske, außerdem stützt sich Ihr Großvater auf die Füße einer weiß bewandeten Figur.
Es handelt sich m.E. auch nicht um Kakteen, sondern um eine in Mitteleuropa ansässige Pflanzenart.
Die Uniform Ihres Großvaters zeigt keine Orden und Ehrenzeichen. War er hier eventl. auf Heimaturlaub? Wo lag das nächste Theater von Mauthaus aus, eventl. in der Kreisstadt?
Interessant wäre evntl. noch der Blick eines Fachmanns auf die (Schnür-) Stiefel und die Art der Hose. Viel Erfolg!
Lieber Herr Schröter, danke für die Hinweise und Anregungen.
Theater habe ich auch als Ansatzpunkt - da könnte es aber auch das Grabmal einer Schauspielerin / eines Schauspielers sein. Das Bild habe ich mit der Lupe untersucht und in großer Auslösung gescannt - leider ist die Inschrifft nicht zu entziffern.
Bei der Pflanze bleibe ich bei Kaktus, weil Aloen, Agaven u.a. nicht den Verbreitungsgrad in Europa hatten/haben, Kakteen aber schon.
Auf Heimaturlaub war mein Großvater sicher nicht, weil meine Mutter immer sagte, dass es das letzte Bild war, das er der Familie geschickt hatte. In den DRK- und Suchdienstunterlagen, die das Vermisstdatum und den Raum Budapest bestätigen, ist nur einmal Pleskau als letzte Unterstellung erwähnt. Pleskau liegt aber in Russland und wurde im Juli 1944 von der Roten Armee zurück erobert. Ich kann mir vorstellen, dass er von dort nach Budapest verlegt wurde, zumal er als Feldjäger gegen Partisanen eingesetzt wurde.
Als K.u.K.-Soldat hatte er bereits im ersten Weltkrieg das eiserne Kreuz erhalten und er wurde auch i. II. WK ausgezeichnet. Warum er die Orden und Abzeichen nicht trägt kann ich nicht nachvollziehen. Dieses steht für mich auch nicht im Vordergrund des Interesses, weil ich über seine soldatische Vita (vor dem Hintergrund der damaligen Feldjägertruppe) nicht wirklich näheres erfahren möchte.
Für mich bleibt die Kernfrage wo stand/steht das Gedenkmal - vielleicht in Russland oder in Ungarn? Wenn es heute noch steht, was nun wirklich nicht wahrscheinlich ist, wäre eine Nadel im besagten Heuhaufen gefunden. Wenn es die Zeiten nicht überlebt hat, wird die Frage sicher unbeantwortet bleiben.
Trotzdem werde ich dankbar für jeden Hinweis bleiben.
Ich halte den Denkansatz für falsch.
Was sehen wir auf dem Bild? Also zunächst eine Hecke. Hinter der Hecke ist ein Wald oder ein Park. Rechts über der Hecke ist ein "irgendwas" - was könnte das sein? - Links über der Hecke ist auch ein "irgendwas". Das angebliche Denkmal ist ziemlich gut mit Steinen eingefasst.
Nun zur Sache:
Ein Denkmal, welches Popo und Füße zeigt - nicht wirklich, oder?
Ihr Herr Großvater sitzt auf der RÜCKSEITE der Installation - begeben wir uns nach vorn - was könnten wir da sehen?
Die Körpergröße Ihres Herrn Großvaters als Maßstab nehmend - werden wir einen Brunnen in einem Park sehen. Die grundsätzliche Installation ist mittig, mindestens fünf Meter hoch. Rechts davon die Frau - sicher als Engel, Beschützerin - aber die ist nur Beiwerk der Installation.
Die Installation könnte in Front zu einem Schloss (Portal) stehen.
Sie hat deutlichen Bezug auf die k. & k.-Zeit: Ungarn als Teil Österreichs.
Lieber Herr Neumann,
ich würde anders vorgehen: Sie haben die Feldpostnummer Ihres Großvaters, damit können Sie seine Einheit ermitteln, deren Einsatzräume und auch die entsprechenden Verlegungswege von Pleskau nach Ungarn. Da es nach der abgebildeten Vegetation weder Herbst noch Winter gewesen sein kann, könnten Sie es auch Jahreszeitlich eingrenzen, sowie auf die Zeit, als er schon Unteroffizier war.
(Seinem Schuhwerk nach zu urteilen, könnte er zur Zeit der Aufnahme zu einer Gebirgsjägereinheit der Wehrmacht gehört haben.)
Sie könnten des weiteren auch einmal die Daten, die Sie haben, einmal in einem Forum (z.B. Lexikon der Wehrmacht) veröffentlichen mit Foto. Die Foristen sind in der Regel sehr sachkundig und hilfsbereit.