Veröffentlicht: 24.01.2011 Eingereicht von: Florian Siegl
Es handelt sich um einen leichten Wurfminenzünder (L.W.M.Z.), vermutlich von meinem Urgroßvater. Auf dem Zünder ist die Jahreszahl 1918 eingeprägt. Auf dem metallenen Sockel (Granatsplitter?) ist der Ortsname Lettgenbrunn (Gemeinde Jossgrund; Main-Kinzig-Kreis; Hessen?) eingeprägt.
Nach eigener Recherche wurden in Lettgenbrunn offenbar Minenwerfer ausgebildet. In Lettgenbrunn selbst gibt es wohl auch noch einen Gemarkung, die (im Volksmund) Minenwerfergrund heißt. Stationiert war in Lettgenbrunn unter anderem die Minenwerfer Kompagnie 161 / L.
Ist dieses Erbstück in Form eines Briefbeschwerers vielleicht ein Erinnerungsstück an die Ausbildung-/Übungszeit in Lettgenbrunn? Wer kann mir Genaueres zu diesem Dachbodenfund sagen?
Zu Lettgenbrunn fand ich folgendes:
"Zum zweiten Mal wurde Lettgenbrunn 1912 aufgrund der Errichtung von Truppenübungsplätzen auf der Wegscheide aufgegeben; die Bevölkerung wurde entschädigt und auf andere Orte verteilt. Nach dem 1. Weltkrieg erfolgte eine Neubesiedelung, die jedoch nur von kurzer Dauer war. Denn Lettgenbrunn wurde 1935 zum Bombenabwurf-Übungsplatz für den Fliegerhorst Gründau Rothenbergen erklärt und musste zum dritten Mal verlassen werden." aus Wikipedia
Vielleicht ist das ja irgendeine Erinnerung an das Schicksal des Dorfes.