Veröffentlicht: 27.03.2009 Eingereicht von: Michael Vossen
Mitten in der ländlichen Region um Neustadt (Dosse), die eigentlich für Ackerbau und Pferdewirtschaft steht, macht sich in Zeiten des Frühkapitalismus um 1840 im Tagelöhnerdorf Hohenofen mit seinen 130 Einwohnern ein mächtiger Industrieklotz breit. Der Verein Patent-Papierfabrik Hohenofen e.V. bemüht sich heute, das einzigartige industrielle Erbe zu erhalten - und hofft dabei auf Unterstützung. Wer kann helfen, die Geschichte der Hohenofener Papierfabrik zu erhellen?
Das Foto aus den siebziger Jahren zeigt einen Schichtführer an der Papiermaschine. Der Betrieb war damals ein Zweigwerk der Papierfabriken Neu Kaliß, Landkreis Ludwigslust. Im Vordergrund oben links hängt eine der in der DDR üblichen Besten-Auszeichnungen. Hergestellt wurde vor allem Transparentpapier, das langsam laufende Maschinen erforderte, wie es sie in der DDR zuhauf gab.
Die Fabrik existiert heute noch in Gänze, doch historische Daten und Dokumente sind kaum erhalten. Vermutlich wurde die Papiermaschine 1888 von A. Woge, Alfeld errichtet, doch schlüssige Belege fehlen. Mehrfach wurde die Maschine erweitert und umgebaut, so zum Beispiel von Wasser-, zu Dampf-, zu Diesel- und schließlich zu Elektroantrieb. Der letzte Eigentümer vor der Verstaatlichung 1951 war Familie Bausch von "Schoeller & Bausch", den bekannten Papierproduzenten.
Wer weiß mehr über die Geschichte der Patent-Papierfabrik Hohenofen?
Anbei einige Links auf "Google Patents":
http://www.google.de/patents?id=eoBgAAAAEBAJ&printsec=abstract&zoom=4&dq=schoeller+bausch&source=gbs_summary_r&cad=0_0#PPA1,M1
http://www.google.de/patents?id=0URhAAAAEBAJ&printsec=abstract&zoom=4&dq=schoeller+bausch&source=gbs_summary_r&cad=0_0
http://www.google.de/patents?id=CPdKAAAAEBAJ&printsec=abstract&zoom=4&dq=schoeller+bausch&source=gbs_summary_r&cad=0_0