Veröffentlicht: 16.09.2009 Eingereicht von: D. Peters
Dieses aus Holz gefertigte Teil habe ich in einem rund 300 Jahre alten Haus in der Nordeifel gefunden. Der hammerförmige Teil ist frei schwenkbar. Der Griff besitzt beidseitig je vier kleine Nägel, auf beiden Seiten war also irgendetwas zusätzlich befestigt. Worum könnte es sich bei diesem Gegenstand handeln?
Es könnte sich um eine Klapper handeln, wie sie heute noch in der katholischen Kirche während der Karwoche verwendet wird. Hier ist ein Bild: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Klapper.jpg&filetimestamp=20080311131011. Siehe auch den Wikipedia-Eintrag "Ratschen".
Das ist wohl ein hundertprozentiger Treffer. Ich kenne dieses "Ratschen" wohl aus der luxenburger Gegend, hier in der Nordeifel ist es mir jedoch noch nie begegnet.
Vielen Dank für Ihren Hinweis.
Genau, das ist eine Klapper, die in der Osterwoche benutzt werden, wenn die Glocken nicht läuten dürfen. Definitiv, ich bin noch mit sowas rumgelaufen bei den Meßdienern in meiner Jugend.
Viele Grüße aus Bleialf/Schnee-Eifel
M.Sebring
Klapper und Ratschen werden im den Tagen des Hlg. Triduum (Gründonnerstag, Karfreitag und Samstag vor der Auferstehung) verwendet, wenn die Glocken (und andere Instrumente) ab Gründonnerstag bis zur Auferstehung verstummen.
Glocken und Orgel erklingen wieder feierlich zur Auferstehungsmesse - theoretisch zwischen Sonnenuntergang am Samstag - aber nach der Samstagsmesse und Sonnenaufgang am Ostersonntag.
Im Mittelalter wurden ähnliche Geräte als Pestklapper benutzt.
Menschen, die an Pest erkrankt waren, warnten damit ihre Mitmenschen.
Gru0 hummeruhu