Über einestages

Veröffentlicht: 23.10.2007 Eingereicht von: Klaus Schmeh

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Das Fundbüro fragt:

Wer weiß etwas zu diesem Bild?

Wer kennt Alexander von Kryha

Das Bild zeigt eine Verschlüsselungsmaschine aus den zwanziger Jahren. Sie wurde von Alexander von Kryha entwickelt. Leider ist über Alexander von Kryha kaum etwas bekannt. Meine Nachforschungen in mehreren Archiven, Handelsregistern, Telefonbüchern und Bestattungsämtern sind allesamt negativ verlaufen. Wer kann mir mehr zu diesem Mann sagen?

Angeblich stammt von Kryha aus der Ukraine und starb 1956 in Baden Baden (in den Bestattungsbüchern ist er jedoch nicht aufgeführt). In den zwanziger Jahren hatte von Kryha eine Firma in Berlin, ab 1951 in Hamburg (Friedensallee 35). Der Name von Kryha existiert heute in Deutschland nicht mehr. Möglicherweise ist der Name falsch und der Adelstitel erfunden. Auch in der Ukraine ist "Kryha" kein gängiger Name.

Wer kann mir weiterhelfen? Wie hieß dieser Mann wirklich? Gibt es Nachkommen? Hat jemand ein Foto von ihm? Was machte er zwischen 1930 und 1950? Wo kam er wirklich her?

4 Hinweise

Guido Morber 24. Oktober 2007, 10:51

...nachdem ich etwas polnisch gelernt hatte, habe ich mich mal kurz mit dem Ukrainischen beschäftigt:
Das Y entspricht "unserem" i bzw. ie und das H entspricht "eigentlich" unserem G ...könnte es nicht sein, dass der Herr seinen Namen in Lautschfrift fasste und somit "Krieger" heißt?

Barbara Haeberlin 25. Oktober 2007, 12:20

Wenn Sie unter http://ep.espacenet.com/quickSearch?locale=en_ep die Patentdatenbank des Europäischen Patentamtes bemühen , so finden Sie dort mit dem Suchbegriff "Kryha" etliche europäische Patente aus den Jahren 1926 bis 1930 des Alexander Kryha für Chiffriermaschinen.

In einigen ist auch seine Berliner Adresse angegeben.

Dazu ein kanadisches von 1931, das leider nicht online angezeigt wird.
Und keine späteren Informationen.

M. Gorzolka 30. Oktober 2007, 00:15

Im HEBIS-Katalog findet sich ein Gutachten zu der/den Kryha-Maschinen verzeichnet von Georg Hamel:
Die Chiffrier-Maschinen System Kryha: ein mathematisches Gutachten / von Georg Hamel, Berlin : Kühn, 1927, 12 S.
Die "Neu durchges. und vervollst. Aufl., als Ms. gedr." erschien "Berlin : Formstecher, 1929", diesmal mit Illustrationen.
Weiter gibt's noch aus London:
"Marconi standard model portable Kryha ciphering and deciphering machine", Marconiphone Company <London>, London, [ca. 1928], 12 S. : Ill.

Vielleicht ist in den Gutachten was über den Mann aufzutreiben. Einschlägige biographische Hilfsmittel kennen ihn nicht, aber das haben Sie sicher schon überprüft.


Al Freno 24. März 2008, 13:15

Könnte "Kryha" nicht ein Kunstwort sein, dessen erste Silbe "Kry" für Kryptographie oder Kryptoanalyse steht? "ha" könnte demnach der Anfang eines Nachnamens oder die Initialen des Realnamens sein.
Dies ist nur Spekulation meinerseits, aber dass ein Kryptograph ausgerechnet die Silbe "Kry-" im Namen trägt, sowie die Tatsache, dass der Name nirgendwo sonst zu finden ist, halte ich schon für starke Indizien.


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