
Als Jahrgang 1922 gehöre ich wohl mit zu den noch lebenden Zeitzeugen des 2. Weltkrieges. Meine mir besonders in Erinnerung gebliebenen Erlebnisse als Soldat während des letztes Kriegsjahres und in der Gefangenschaft, schrieb ich erst im Alter auf für meine Kinder, Enkel und Urenkel.
In den Not- wie Hungerjahren nach dem Krieg dachte man mehr oder weniger hoffend nur an den nächsten Tag. Als es uns dann endlich besser ging, wollte man erst einmal leben. So weit dies eben möglich war, wurde das Leid, das uns der Krieg hinterlassen hatte, verdrängt.
Erst im Alter und dem somit schmerzfreien Erinnern, hatte ich das Bedürfnis, darüber zu sprechen und zu schreiben. Es sind Erinnerungen an ganz bestimmte Kriegstage, besser Gefühle, die sich nicht verdrängen ließen.
Auch wenn ich heute noch vieles Andere schreibe, liegen mir meine Textbeiträge vom Krieg als Zeitzeuge für spätere Generationen doch sehr am Herzen.
PAUL KLEFF IST IM AM 26. MAI 2010 VERSTORBEN UND KONNTE DIE VERÖFFENTLICHUNG SEINES ERINNERUNGSTEXTES NICHT MEHR ERLEBEN. WIR ALS SEINE ANGEHÖRIGEN MÖCHTEN AN DIESER STELLE WEITERE SEINER TEXTE VERÖFFENTLICHEN, DA WIR GLAUBEN, DASS DIES SEIN WUNSCH GEWESEN WÄRE.
Fotografieren, Schreiben