
Günter Höhne ist Kulturjournalist, Kritiker und Publizist in Berlin, 1943 in Zwickau geboren, verheiratet. Nach dem Unterstufen-Lehrerstudium in Großenhain von 1962 bis 1968 im Schuldienst in Sachsen, unterbrochen vom NVA-Wehrdienst. Schrieb bereits mit 14 Jahren seine ersten Zeitungsartikel als "Junger Volkskorrespondent" der Sächsischen Zeitung. 1968 Anstellung als Journalist bei Radio DDR in Berlin, dort bis 1979 Redakteur, Reporter und Moderator im aktuellen und Kultur-Bereich, seit Mitte der 1970er Jahre mit dem Themenschwerpunkt bildende und angewandte Kunst. War daneben zwischen 1974 und 1990 auch Stammautor der "Weltbühne" und der kulturpolitischen Ostberliner Wochenzeitung "Sonntag", zu der er 1979 als Literaturredakteur wechselte. 1984 Berufung als Chefredakteur der Ostberliner Design-Fachzeitschrift "form+zweck", die er bis Mitte 1989 leitete. Von 1992 bis 1994 Redakteur bei der überregionalen Berliner Tageszeitung Neue Zeit, nach deren Einstellung seither freier Fachjournalist und Autor, zwischen 1995 und 2005 auch Lehrbeauftragter an Design-Hochschulen in Berlin und Potsdam.
1993 wurde er für sein bisheriges Gesamtwerk als Design-Fachjournalist mit dem erstmals bundesweit verliehenen "Bremer Preis für Designpublizistik" ausgezeichnet. 1998 erschien beim Designzentrum Sachsen-Anhalt seine Monografie "Die Anmut des Rationalen" über die mitteldeutsche Keramik- und Glasgestalterin Margarete Jahny, 2001 sein Buch "Penti, Erika und Bebo Sher ¿ Klassiker des DDR-Designs", das von der Kritik als "Standardwerk zur DDR-Designgeschichte" bezeichnet wurde.
Günter Höhne war wiederholt auch Design-Ausstellungskurator, so vor allem der großen Wanderschau "gebrauchs gut ¿ Ostdeutsches Design mit Tradition" des Leipziger Grassi-Museums, die von 2003 bis 2005 rund 60 000 Besucher in Leipzig, Frankfurt am Main und Hannover anlockte.
Nach seinem umfassenden Bild-Text-Band von 2006 "DDR Design", einem 80-teiligen Memory-Spiel mit von ihm fotografierten DDR-Design-Objekten sowie einem "DDR Design Geschenkpapierbuch" (alle KOMET Verlag Köln) erscheint wiederum dort im Frühjahr 2008 Höhnes kritisches "Großes Lexikon DDR-Design", an dem er mehrere Jahre lang intensiv arbeitete.
Gemeinsam mit seiner Frau Claudia verfügt Günter Höhne über eine umfangreiche private DDR-Designsammlung, die neben hunderten Objekten zum Teil auch einmalige dokumentarische Original-Zeugnisse zur Geschichte des ostdeutschen Designs zwischen 1945 und 1990 enthält.
Designgeschichte, Literatur, Kunst