
Alle zwei Jahre rufen der Bundespräsident und die Körber-Stiftung in Hamburg alle Kinder und Jugendlichen zwischen acht und 21 Jahren zur Teilnahme am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten auf. Zu Rahmenthemen wie "Alltag im Nationalsozialismus", "Geschichte des Helfens" oder "Arbeit in der Geschichte" gehen die Schüler ein halbes Jahr auf historische Spurensuche an ihrem Wohnort.
"Was geschah an meinem Ort zur Zeit des Nationalsozialismus?", "Wie verhielten sich die Einwohner am 17. Juni 1953?", "Was bedeutete Arbeitslosigkeit in den 1930er Jahren in meiner Nachbarschaft?" Die jungen Geschichtsforscher stellen eigene Fragen an ihr Lebensumfeld. Sie recherchieren in Archiven, interviewen Zeitzeugen und sprechen mit Experten.
"Forschendes Lernen" heißt das Prinzip des Geschichtswettbewerbs seit dessen Begründung 1973 durch den damaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann und den Stifter Kurt A. Körber. Mittlerweile haben über 115.000 Kinder und Jugendliche mit mehr als 23.000 Projekten am Wettbewerb teilgenommen. Die Beiträge der Bundes- und Landessieger werden von der Körber-Stiftung archiviert. In der Online-Datenbank können Sie 7603 Kurzvorstellungen von preisgekrönten Wettbewerbsarbeiten recherchieren (Stand: 20.September 2007).
Das Verhältnis der Generationen in der Geschichte war Thema beim Geschichtswettbewerb 2006/07 "miteinander ¿ gegeneinander? Jung und Alt in der Geschichte". Bundesweit haben sich über 5.100 Kinder und Jugendliche mit 1.257 Beiträgen am Wettbewerb beteiligt. Vergeben wurden Preisgelder im Gesamtwert von 250.000 Euro. Die Wettbewerbsergebnisse werden am 31. Oktober 2007 veröffentlicht.
Die Originalbeiträge aller auf einestages eingestellten Texte können Sie auf der Website des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten einsehen. Kurzporträts stellen die Autoren ausgewählter Beiträge vor.