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1991

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Wüstensturm am Golf, Proteststurm über Deutschland


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dpa
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"Bleib Zuhaus, Klaus": Demonstranten protestieren am 12. Januar 1991 in Frankfurt am Main gegen einen möglichen Krieg am Golf. Am 2. August 1990 waren irakische Truppen nach Kuwait einmarschiert und lösten damit die Golfkrise aus. Unter Führung der USA begann am 17. Januar 1991 ein Militärbündnis mit der Bombardierung Bagdads. Am 28. Februar 1991 lenkte Irak schließlich ein und der Golfkrieg endete mit der Einstellung aller Kampfhandlungen.

"Kein Blut für Öl": Als 1991 US-Bomber Bagdad bombardierten, feierte die totgesagte Friedensbewegung ihre spektakuläre Auferstehung. Zehntausende demonstrierten und zogen wütend auf die Straßen. einestages sammelt Ihre Erlebnisse aus dieser Zeit - schicken Sie uns Ihre Geschichten und Fotos!


Plötzlich war wieder Krieg. Und das ausgerechnet nach der unblutigen Revolution von 1989, nach dem Fall des Eisernen Vorhangs, der so viel Hoffnung auf den Beginn einer friedlichen Ära geweckt hatte. Doch am 18. Januar 1991 bombardierte nachts um 0.50 Uhr ein Militärbündnis unter Führung der USA Bagdad. Allein in den ersten sieben Stunden der "Operation Wüstensturm" wurden mehr als 750 Luftangriffe gegen irakische Ziele geflogen. Es war die Antwort auf die aggressive Politik des Diktators Saddam Hussein, der wenige Monate zuvor den Nachbarstaat Kuwait annektiert hatte.



Lesen Sie zum irakischen Einmarsch in Kuwait den Zeitzeugenbericht "Die können uns nicht einfach an die Wand stellen" von Carl-Otto Klermund. Der deutsche Manager wurde 1990 in den Irak verschleppt und diente als menschlicher Schutzschild für Saddams Waffenfabriken.



Der Golfkrieg von 1991 wühlte die Menschen weltweit auf - und Deutschland wurde zu einem wütenden Zentrum des Protests. Zehntausende demonstrierten vor US-Kasernen oder Konsulaten, hissten Plakate ("Kein Blut für Öl"), hielten Mahnwachen oder blockierten gar den Hamburger Flughafen. Studenten besetzten Straßen oder zogen nachts trommelnd durch die Wohnviertel. Die totgesagte Friedensbewegung erlebte eine überraschende Renaissance - und besonders die als unpolitisch abgeschriebene Jugend ging in Massen auf die Straße.

Manche Politiker hielten die Demonstrationen für einen naiven Antiamerikanismus. Der gerade wiedergewählte Bundeskanzler Helmut Kohl geißelte das "bewusste Aufpeitschen von Emotion", die CSU kritisierte "verantwortungslose Lehrkräfte", die zu Antikriegsaktionen aufhetzen würden - doch der Proteststurm schwoll nur noch weiter an.

einestages sammelt 20 Jahre nach Kriegsausbruch Ihre Erinnerungen: Wie haben Sie die Besetzung Kuwaits und die internationalen Reaktionen darauf erlebt? Sind Sie damals auf die Straße gegangen? Warum? Wie sahen die Protestaktionen aus? Wurde in der Schule, an der Uni oder am Arbeitsplatz über das Thema diskutiert? Erzählen Sie uns von Ihren ganz persönlichen Erlebnissen und Eindrücken - und schicken Sie uns Ihre Fotos aus jener Zeit.

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Debatte

insgesamt 1 Beiträge zur Debatte
Michael Schnickers am 4. August 2010, 01:17
Mein Eindruck? Spinner und Flachpfeifen waren das, die nicht ernst genommen werden konnten! Saddam überfällt ein Land und besetzt es und DIE demonstrieren gegen die...


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