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1970-1990

Fiese Pop-Frisuren

Der totale Verschnitt


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Löwenmähne: Samantha Fox auf ihrem 1986 erschienen Album "Touch Me (I Want Your Body)". Vor ihrer Karriere als Sängerin war die Britin mit der blonden Mähne bereits eines der bekanntesten Pin-Up-Girls Großbritanniens. Trotz der Frisur.

Vokuhilas und Dauerwellen, Löwenmähnen und Haarschnitte, für die schlicht die Worte fehlen: Was Popstars ihren Fans zumuten, erschüttert selbst abgebrühte Musikliebhaber. Paul Zon hat die fiesesten Frisuren auf Plattencovern gesammelt. Jetzt zeigt er seine schlimmsten Schocker.


Es gibt genau zwei Gründe, einen Tonträger zu kaufen: den Ton und den Träger. Anders gesagt: die Musik und die Verpackung. Ersteres ist eine Frage des Geschmacks und damit jeglicher Objektivität entrückt. Das Andere ist im Zeitalter mickriger CD-Booklets sowie hüllen- und seelenloser MP3-Dateien praktisch bedeutungslos.

Mit der knappen Formulierung dieser niederschmetternden Einsicht könnte dieser kurze Text bereits zu Ende sein, wenn...

ja, wenn...

genau: wenn nicht die liebe-, kunst- und manchmal sogar ehrenvolle Gestaltung von Musik-Verpackungen dereinst in den sechziger, siebziger und vor allem achtziger Jahren zu einer der ersprießlichsten Kunstgattungen der Popkultur gehört hätte. Klarer Fall, die Rede ist von: Plattencovern. Das waren diese dünnen Papphüllen, in denen diese schwarzen, runden Scheiben mit dem Loch in der Mitte steckten, die man umdrehen musste, um alle Songs zu hören, und die durch eine unvorsichtige Bewegung derart zerkratzt werden konnten, dass der schönste Hit zur Dauerwiederholungsplage wurde (heute investiert man in solchen Fällen 99 Cent und lädt sich den Song nochmals aus dem Netz). Legendär waren damals Plattencover wie "Abbey Road" von den Beatles, "Sticky Fingers" von den Stones oder, ja, doch, auch Supertramps "Breakfast in America".

Weniger legendär, aber um so stimulierender für humorvoll geschulte Augen waren jene meist ebenso gutgemeinten wie schlecht gelungenen Exemplare, die sich nur mit Ächtungen wie "Tränen-Tüte" oder "Ekel-LP" schmähen ließen, nachdem man herzhaft über sie gelacht hatte: miserable Plattencover.

Der Online-Galerist Paul Zon hat mit seiner Kollektion dieser popkulturellen Super-GAUs, die er im Januar auf einestages vorstellte, für gehörigen Wirbel gesorgt - und sich anschließend über zahlreiche weiterführende Hinweise und Kommentare anderer einestages-Mitglieder gefreut.

Diese Zustimmung hat Paul Zon und die einestages-Redaktion ermutigt, den skurrilen Bilderreigen fortzuführen. Natürlich nicht einfach mit weiteren schlechten Plattencovern, sondern mit besonders superschlechten Plattencovern: Alben, auf denen sich die Künstler mit sagenhaft schlimmen, ja, in manchen Fällen gar fiesen Frisuren zum Gespött der Popwelt machen. Das Gruselkabinett reicht von Dauerwellen (für ihn) über Struwwelpeterföhnschnitte (für sie) und Vokuhilas (für ihn und sie) bis zu Haargebirgen, die sich schlicht nicht mehr in Worte fassen lassen.

Vorhang auf für die schlechtesten Plattencover-Frisuren der Popwelt!

har


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Debatte

insgesamt 6 Beiträge zur Debatte
Johann Schleifer am 26. November 2010, 15:19
Was ist an Samntha Fox auszusetzen - für meinen Geschmack NICHTS, Ok, die Musik ... aber sonst lekker! It´s a man´s world;-))

Björn Beitter am 15. Dezember 2008, 14:13
wie sang schon Bob Dylan (der auch gut in diese Sammlung gepasst hätte) 1964/65 ... the times they are a-changin'...
Jede Epoche hat ihre ganz spezielle (Haar)Mode. Das kommt...


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