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2010

Augenblick mal! Warum denn so abgeschirmt?


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dpa
Am 27. April 2010 hatte Wolodymyr Lytwyn seinen Arbeitsplatz mit einem etwas skurril anmutenden Extra ausgestattet. Der Präsident des ukrainischen Parlaments hockte wie ein begossener Pudel unter drei - immerhin in würdevollem Schwarz gehaltenen - Regenschirmen.

Aber warum? War das Dach des Regierungsgebäudes leck? Hatte sein Friseur ihm die Haarpracht verschnitten?

Mitnichten. Die Schirme sollten Lytwyn vor Rauchbomben und Eiern schützen, mit der die oppositionellen Abgeordneten auf den Präsidenten zielten. Der Grund dafür, war eine Abstimmung über ein Abkommen mit Russland zum Verbleib der russischen Schwarzmeer-Flotte in der Ukraine bis zum Jahre 2042.

Dass am Ende eine Mehrheit für die Ratifizierung des Flottenvertrages stimmte, konnte nicht einmal jener gewiefte Unbekannte verhindern, der Klebstoff in die Schlitze des elektronischen Stimmzählers geschmiert hatte. Lytwyn feierte seinen Sieg vermutlich mit einem neuen Satz Kleidung - ein Ei hatte die Abschirmung durchbrochen und den Präsidenten erwischt.

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