| Bahnbrechende Erfindung: Im Oktober 1981 brachte das "Inc." als erstes großes Wirtschaftsmagazin Steve Jobs auf ein Cover - zusammen mit dem legendären "Apple II". Der 1977 eingeführte Rechner gilt als einer der entscheidenden Wegbereiter des modernen Heimcomputers und einer der Grundpfeiler des Erfolgs von Jobs' Unternehmen Apple. |
Die Medien liebten Steve Jobs. Der Apple-Vordenker hat seine gewagten Ideen wie kaum ein anderer Tech-Visionär verkaufen können - und schaffte es deswegen immer wieder auf die Titelbilder der Wirtschaftspresse. Eine Zeitreise von Cover zu Cover. Von Danny Kringiel
Als Steve Jobs in den siebziger Jahren noch für den Videospielhersteller Atari arbeitete, erhielt er eines Tages den Auftrag, die Schaltplatinen von einem ihrer Automaten, "Breakout", zu vereinfachen. Für jeden Chip, den er wegrationalisieren konnte, sollte Jobs 100 Dollar bekommen. Jobs, der selbst wenig Interesse an Schaltkreisen hatte, reichte die Aufgabe an seinen Freund, den Hacker und genialen Bastler Steve Wozniak, weiter. Der übertraf mit seiner Arbeit die kühnsten Erwartungen - und schaffte es, 50 Computerchips einzusparen. Jobs verkaufte Atari die verbesserte Schaltung als seine eigene Arbeit, strich die 5000 Dollar Belohnung ein und speiste Wozniak mit 350 Dollar ab.
Wozniak verzieh seinem Freund nicht nur, er gründete kurze Zeit später sogar ein Unternehmen mit ihm: Apple. Die Rollenverteilung war früh klar: Wozniak war der Ingenieur, der sich auf die technischen Aspekte der Computer konzentrierte - während Jobs die Rolle des Verkäufers und Vermarkters einnahm.
Visionär, Guru, Diktator, iGod, Egomane - Steve Jobs wurde im Laufe seiner Karriere mit vielen Titeln bedacht, von Verehrern wie von Gegnern. Was er jedoch in allererster Linie war, war ein Marketing-Genie. Jemand, der anderen Menschen Dinge verkaufen konnte - sogar, wenn er sie selbst gar nicht erfunden hatte.
So verschlagen die Anekdote aus den Anfangstagen von Jobs' Karriere auch klingen mag: Blanke Geldgier kann dem Apple-Gründer sicher nicht vorgeworfen werden. 1993 hatte Jobs im Interview mit dem "Wall Street Journal" erklärt: "Der reichste Mann auf dem Friedhof zu sein, hat für mich keine Bedeutung." Und es fällt nicht schwer, ihm zu glauben: Während seiner Studienzeiten schlief Jobs auf dem Boden der Zimmer von Freunden, verdiente sich mit dem Einsammeln von Pfandflaschen ein wenig Geld dazu und besuchte den örtlichen Hare-Krishna-Tempel, weil er dort kostenlos essen konnte. Und auch Jahre später noch, nachdem Jobs Apple zum Erfolg geführt hatte, schien Geld für ihn nicht besonders wichtig zu sein: seit 1997 ließ Jobs sich lediglich einen symbolischen Dollar als jährliches Gehalt auszahlen.
Doch Steve Jobs wurde das Gesicht von Apple und blieb es bis zuletzt: Ein schwarzer Rollkragenpullover, eine blaue Levi's Jeans, Joggingschuhe - diese unscheinbare Figur wurde zur Galionsfigur des Weltunternehmens Apple, die immer wieder aufs Neue mit bahnbrechenden Erfindungen auf Titelseiten rund um den Globus erschien - und zur Lichtgestalt für unzählige Apple-Anhänger wurde.
einestages zeigt die denkwürdigsten Jobs-Cover aus 30 Jahren - und erzählt die Geschichten, die sich dahinter verbargen.
Ganz schön günstig: Anfang der Neunziger brachte Apple mit...
Keine Computerfirma kann für sich beanspruchen, die IT-Welt...
Die Technikwelt schaut auf San Francisco: Regelmäßig wirft...